Australian Open: Rosige Aussichten für Jannik Sinner

Jannik Sinner ist bei den Australian Open problemlos in die zweite Runde eingezogen. Und wird bei einem Blick auf die kommenden Aufgaben zufrieden sein.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 21.01.2026, 07:04 Uhr

Jannik Sinner konnte am Dienstag Kraft sparen
© Getty Images
Jannik Sinner konnte am Dienstag Kraft sparen

Heißt man nicht zufällig Carlos Alcaraz, scheint die Lage gegen Jannik Sinner dieser Tage nahezu aussichtslos. Das bekam in der ersten Runde der Australian Open auch Hugo Gaston zu spüren, der am Dienstag in zwei gespielten Sätzen nur drei Games gewann. Und in der Rod Laver Arena vor seiner Aufgabe dabei nicht einmal eine schlechte Figur abgegeben hatte.

"Ich bin wirklich froh, wie ich heute losgelegt habe", sagte Sinner im Abschluss an seinen 68-minütigen Auftritt, der durchaus als Kampfansage an die Konkurrenz interpretiert werden konnte. "Ich habe ein bisschen Anspannung verspürt. Aber jetzt ist es auch die Zeit, diese Momente nach all der harten Arbeit im Training zu genießen."

Drittrundenduell mit Fonseca fiel ins Wasser

Sinner, der in Melbourne wie Alcaraz sein erstes Turnier im Kalenderjahr 2026 bestreitet, peilt in der australischen Metropole seinen dritten Titel in Folge an. Und zumindest in den nächsten Tagen sind die Aussichten für den Weltranglistenzweiten äußerst rosig. Nach dem Aus des angeschlagenen Jungstars Joao Fonseca kann Sinner frühestens im Achtelfinale auf einen gesetzten Spieler (Karen Khachanov oder Luciano Darderi) treffen.

Selbst diese beiden Spieler - oder der stark in die Saison gestartete Sebastian Baez - dürften Sinner nicht unbedingt große Sorgenfalten auf die Stirn treiben. Der 24-Jährige agiert seit seiner Ankunft in der absoluten Weltspitze wie eine perfekt geölte Maschine und muss so gut wie nie Niederlagen gegen Gegner außerhalb der Top Ten einstecken.

Sinner passte seine Servicebewegung an

Im gesamten Kalenderjahr 2025 verlor Sinner nur sechs Partien, vier davon gegen Alcaraz. Zudem unterlag der Südtiroler in Halle/Westfalen dem groß aufspielenden Alexander Bublik, in Shanghai musste er gegen Tallon Griekspoor aufgeben. Trotz dieser sensationellen Bilanz sah und sieht Sinner immer noch reichlich Steigerungspotential bei sich.

Nach seiner Finalniederlage bei den letztjährigen US Open hatte Sinner Änderungen in seinem Spiel angekündigt, um mit Alcaraz Schritt halten zu können. In Melbourne agiert der Weltranglistenzweite daher mit einer adaptieren Aufschlagbewegung. "Da gibt es viel Raum für Verbesserungen”, erklärte Sinner nach dem Sieg über Gaston. Als nächstes soll dies Zweitrundengegner James Duckworth zu spüren bekommen.

Hier das Einzel-Tableau der Herren

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21.01.2026, 08:32 Uhr
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