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Australian Open: Spieler müssen nach Coronafall in die Isolation

Große Aufregung in Melbourne vor den Australian Open. Nach einem positiven Coronatest müssen sich viele Spieler erneut in Isolation begeben. Inzwischen wurden sämtliche Matches vom Donnerstag abgesagt.

von SID
zuletzt bearbeitet: 03.02.2021, 15:39 Uhr

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Corona-Alarm vor den Australian Open: Nach einem Infektionsfall in einem Spielerhotel des Grand-Slam-Turniers in Melbourne mussten sich die betroffenen Teilnehmer, Offiziellen und Mitarbeiter kurzfristig in die häusliche Isolation begeben. Das gab der Premierminister des zuständigen Bundesstaates Victoria, Dan Andrews, am späten Mittwochabend Ortszeit bekannt. Insgesamt handelt es sich demnach um rund 500 bis 600 betroffene Personen.

Es handelt sich seinen Angaben zufolge um das Grand Hyatt Hotel, in dem auch Angelique Kerber ihre 14-tägige Quarantäne absolvierte. Ob sich die 33 Jahre alte deutsche Nummer eins erneut in die Isolation begeben musste, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt. Alexander Zverev und sein Bruder Mischa gehörten offenbar nicht dazu. Sie hätten davon nur aus den Medien erfahren, sie seien nicht betroffen, teilte ihr Medienberater dem SID auf Anfrage mit.

"Sie werden bis zu einem negativen Test isoliert, diese Arbeit wird morgen erledigt sein", sagte Andrews auf einer Pressekonferenz. Die nötigen Maßnahmen könnten Auswirkungen auf die laufenden sechs Vorbereitungsturniere in Melbourne haben. "Zu diesem Zeitpunkt" gebe es aber keine Folgen für die Australian Open, die am kommenden Montag beginnen sollen. Andrews bekräftigte daher: "Sie werden stattfinden."

Laut Andrews soll sich ein Mitarbeiter in dem Hotel mit dem Coronavirus infiziert haben. Es handelt sich dabei angeblich um einen 26 Jahre alten Mann, bei dem offenbar die aggressive britische Mutation des Virus festgestellt worden war. In mehreren Hotels in Melbourne waren insgesamt rund 1000 Personen aus dem Tennis-Umfeld untergebracht worden. Sie hatten sich dort in eine 14-tägige, teils strikte Quarantäne begeben.

Unter anderem Kerber sowie mehr als 70 weitere Profis durften nach Infektionsfällen auf den Flügen nach Melbourne trotz negativer Tests nicht auf dem Platz trainieren, Alexander Zverev und weitere deutsche Profis konnten ihr Hotelzimmer immerhin für fünf Stunden am Tag begleitet verlassen.

"Die Veranstalter vor Ort versuchen, alles so gut wie möglich für uns hinzubekommen", sagte Kerber dem SID: "Es ist eine organisatorische Herkulesaufgabe mit ständig neuen Herausforderungen." Die Regierung habe sehr harte Quarantäneregeln, "die wir alle befolgen müssen, und das hat auch seine Berechtigung".

Längst aber nicht alle Profis reagierten mit so viel Verständnis für das strikte Vorgehen. Der Spanier Roberto Bautista Agut fühlte sich eingesperrt wie in einem Gefängnis. "Manche Spieler sind durchgedreht", sagte der ÖTV-Doppelspieler Philipp Oswald dem Standard. Entsprechend groß war die Erleichterung, als die 14 Tage vorbei waren. Serena Williams zog es mit Töchterchen Alexis Olympia in den Zoo, Novak Djokovic schlenderte barfuß durch einen Park, und Zverev sprach von einem Casinobesuch.

Australien hat es bislang geschafft, die Corona-Fallzahlen vergleichsweise sehr niedrig zu halten. Bislang wurden insgesamt erst knapp 29.000 Coronafälle sowie weniger als 1000 Tote registriert. Die Erfolge im Kampf gegen die Pandemie sollen sich fortsetzen, entsprechend hart greift das Land durch. So sind auch die Auflagen für die Australian
Open streng.

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von SID

Mittwoch
03.02.2021, 13:53 Uhr
zuletzt bearbeitet: 03.02.2021, 15:39 Uhr