Ben Shelton und die besondere Verbindung zu München

Ben Shelton ist bestens gelaunt beim ATP-Tour-500-Turnier in München angekommen. Im vergangenen Jahr hat der US-Amerikaner auch persönliche Bande geknüpft.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 12.04.2026, 10:33 Uhr

Ben Shelton ist in München bei den Fans ganz oben auf der Liste
© Getty Images
Ben Shelton ist in München bei den Fans ganz oben auf der Liste

Man kann nur mutmaßen, aber: Der Umstand, dass Ben Shelton am gestrigen Samstag im neuen Media Center in München gleich mehrmals darauf hingewiesen hat, dass es nirgendwo so viele Zuschauer an einem Quali-Tag wie in München gäbe, deutet darauf hin, dass es vor ein paar Wochen in Dallas beim Event derselben Kategorie nicht ganz so toll war. Dort hat Shelton übrigens den Titel geholt, in München war ihm bei seiner Premiere 2025 immerhin der Finaleinzug gelungen

Nun ist er also zurück. Und das mit größter Freude. Kleiner Beweis? Beim Betreten des Spielerbereichs hat Shelton den dort dienstführenden Ordner herzlich umarmt, mit Vornamen angesprochen (Rainer!) und sich sich nach dessen Wohlbefinden erkundigt. Eben jenem Ordner hat Shelton im vergangenen Jahr ein signiertes Racquet als Abschiedsgeschenk hinterlassen, nachdem ihn Rainer die ganz Woche über mit Information versorgt hatte.
Nun war der Samstag in vielerlei Hinsicht schön mit den vollen Tribünen, aber auch Ben Shelton weiß, dass in München der Sonnenschein Mitte April ein knappes Gut ist. Wie fast alle Spieler geht der US-Amerikaner seiner Arbeit lieber im sehr Trockenen nach, das könnte in den kommenden Tagen zu einer Herausforderung werden. 

Sinner und Alcaraz als Ansporn für Shelton

Was er sonst noch so treibt in München? Nun, Shelton hat sich nicht zum ersten Mal als großer Sportfan geoutet, Wehalb auch sein Blick schon ein bisschen auf den Mittwoch gerichtet ist. Da wird der FC Bayern München ja Real Madrid zum Rückspiel im Champions-League-Viertelfinale empfangen, Ben Shelton hat sich diesen Termin im Kalender rot angestrichen. 

Mit seinem Tennis ist Shelton ziemlich einverstanden, auch wenn er betont, dass er sich stetig verbessern müsse. Was auch die aktuelle Situation im Welttennis bedingt: Denn der Abstand zu Jannik Sinner und Carlos Alcaraz ist auch für Ben Shelton groß, vor allem bei Grand-Slam-Turnieren. In Australien war Shelton ja gegen Sinner ausgeschieden, im letzten Jahr in Roland-Garros scheiterte er nach großer Leistung an Alcaraz. Grund für Frustration? Keineswegs. Vielmehr ein Ansporn, um besser zu werden. 

In München ist weder der eine noch der andere dabei. Dafür ein Dritter: Alexander Zverev. Womit sich der Kreis auch schließt. Denn was muss Ben Shelton in diesem Jahr machen, um beim MTTC Iphitos den Titel zu holen? „Da muss ich wohl Sascha schlagen.“ Was ihm in bislang fünf Versuchen noch nie gelungen ist. 

Hier das Einzel-Tableau in München 

 
 

von Jens Huiber

Sonntag
12.04.2026, 12:24 Uhr
zuletzt bearbeitet: 12.04.2026, 10:33 Uhr