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Beschränkungen bei den US Open: Simona Halep sieht es wie Novak Djokovic

Die US Open planen ihre Austragung aktuell ohne Fans und mit nur einem Betreuer pro Spieler. "Extrem" fand Novak Djokovic dieses Szenario - und er ist offenbar nicht der Einzige. Auch Simona Halep sieht die Sache eher kritisch.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 13.06.2020, 09:08 Uhr

Simona Halep war im Finale von Doha unantastbar
© Getty Images
Simona Halep

Die Spitzenleute des Tennistour scheinen die Sicht von Novak Djokovic zu teilen. Auch Wimbledonsiegerin Simona Halep heißt eine Austragung der US Open nach den aktuellen Planungen nicht gut, berichtet die New York Times.

Halep gab in einem Statement zu Protokoll, dass man nun mal an andere Abläufe gewohnt sei und sich eine Abkehr hiervon insbesondere für den Körper als schwierig gestalten könnte. Es sei keine einfache Entscheidung, man müsse letzten Endes das tun, was für die persönliche Gesundheit am Besten sei - und müsse seine Karriere aus langfristiger Sicht betrachten. /

Aktuell planen die US Open eine Austragung unter strengen Corona-Vorsichtsmaßnahmen, unter anderem sollen sich die Spieler so kurz wie möglich auf der Anlage aufhalten, ansonsten in einem bestimmten Hotel. Und das mit nur einer Begleitperson. Zudem will man auf eine Qualifikation verzichten und nur mit einem auf 24 Teams reduzierten Doppelfeld starten.

Auch im Gespräch sei eine Verlegung des Turniers beispielsweise nach Orlando gewesen, diese habe der US-Verband allerdings nicht gewollt. "Eine dritte Möglichkeit wäre es, zusammenzupacken und einfach abzusagen für 2020. Aber das wollen wir eigentlich nicht", so Patrick Galbraith, der Präsident der USTA. In den kommenden Tagen solle eine finale Entscheidung fallen.

Darren Cahill: "Würde für Simona nicht funktionieren"

"Die Restriktionen sind hart. Unglaublich kompliziert, und jeder Spieler wird seine eigene Meinung dazu haben, was für ihn funktioniert und was nicht. Ich bin recht sicher, dass es für Simona so nicht funktionieren würde", sagte Haleps Coach, Darren Cahill, der Nachrichtenagentur Reuters.

"Wenn man in einem Baseball- oder Footballteam spielt, da hat man zumindest seine Mannschaftskameraden, mit denen man Zeit verbringen kann, und essen und trainieren. Im Tennis als Individualsport ist das etwas anders", so Cahill weiter. "Aus Simonas Sicht: Sie müsste von Rumänien rüberfliegen und vier Wochen lang in diesem bestimmten Hotel bleiben, und dürfte nur eine Person mitbringen. Normalerweise hat man seinen Physiotherapeuten dabei, einen Hittingpartner, den Fitnesscoach und ein, zwei Trainer." Es gebe sicherlich eine Menge Spieler, die damit ein Problem hätten. Auch verheiratete Akteure mit Kindern, fügte Cahill an.

Zuletzt hatte Novak Djokovic ähnliche Bedenken geäußert, was ihm von weiter hinten notierten Spielern einige Kritik eingebracht hatte, unter anderem von der US-Amerikanerin Danielle Collins.

Die US Open sind aktuell ab 31. August 2020 geplant.

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von Florian Goosmann

Samstag
13.06.2020, 08:35 Uhr
zuletzt bearbeitet: 13.06.2020, 09:08 Uhr