Boris Becker: Insolvenz-Auflagen verlängert - bis 2031!

Wieder eine Kehrtwende im Finanz-Skandal um Boris Becker.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 05.11.2019, 18:08 Uhr

Boris Becker wird wohl früher nach Australien reisen
© Getty Images
Boris Becker

Denn Becker muss nun weitere 12 Jahre durch sein Insolvenzverfahren. Das gab die staatliche Insolvenzbehörde in London bekannt. 

Grund sei, dass Becker nicht seine gesamten Vermögenswerte offengelegt habe - mindestens 4,5 Millionen Pfund (ca. 5,2 Millionen Euro). Dazu wäre er jedoch verpflichtet gewesen./

"Insolvenzbeschränkungen werden in der Regel nach einem Jahr aufgehoben. Aufgrund der Art des Vorgehens von Boris Becker verfolgte der Insolvenzverwalter jedoch weitergehende Beschränkungen, um zu verhindern, dass Herr Becker seinen Gläubigern weiteren Schaden zufügt", heißt es in der Erklärung. Anthony Hannon vom Insolvenzdienst wird zitiert: "Bankrotte müssen uneingeschränkt mit ihrem Treuhänder zusammenarbeiten, und wenn dies vereitelt wurde, muss eine Konkursbeschränkung von angemessener Länge dieses Verhalten widerspiegeln."

Das Insolvenzamt soll sich nun mit Becker auf eine Verlängerung bis zum 16. Oktober 2031 geeinigt haben.

Becker hatte noch davon gesprochen, nie pleite gewesen zu sein

Becker war am 21. Juni 2017 vom Londoner High Court für zahlungsunfähig erklärt worden. Grund war die Forderung einer englischen Bank. Demnach sollte sich Becker von einem britischen Milliardär 2,1 Millionen Euro geliehen haben - mit einem Zinssatz von 25 Prozent. Die Bank hatte den Schuldschein übernommen. Im Zuge dessen hatten sich weitere Gläubiger gemeldet. Im Sommer 2017 wurden ebenso Forderung von Beckers ehemaligem Geschäftspartner Hans-Dieter Cleven öffentlich, in Höhe von 36,5 Millionen Euro.

Während des Verfahrens wurden auch viele von Beckers Tennis-Trophäen versteigert.

Becker selbst hatte noch vor einem Monat in einem Interview mit der Bild am Sonntag davon gesprochen, bald alles hinter sich zu haben. Die Rede war hier von höchstens 18 Monaten. Becker hatte auch klargestellt: "Ich war nie pleite. Ich verfüge über Einkommen und kann davon leben."

Zuletzt hatte Becker mit einem Werbespot für Saturn auf sich aufmerksam gemacht. Zudem soll er in mit dem Bau eines internationalen Tenniszentrums bei Frankfurt in Verbindung stehen - mit der größten Tennishalle der Welt.

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von Florian Goosmann

Dienstag
05.11.2019, 17:54 Uhr
zuletzt bearbeitet: 05.11.2019, 18:08 Uhr