Bresnik traut Thiem fünf bis zehn Grand-Slam-Titel zu

Dominic Thiems Sieg bei den US Open ist auch an Ex-Coach Günter Bresnik nicht vorbeigegangen. Der traut Thiem noch einiges zu.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 30.09.2020, 11:14 Uhr

Lob für Dominic Thiem von seinem Coach Günter Bresnik
© GEPA
Dominic Thiem, Günter Bresnik

Auch wenn alles nicht mehr so ist wie früher: Angeschaut hat sich Günter Bresnik das US-Open-Endspiel zwischen Dominic Thiem und Alexander Zverev natürlich schon. Und es sachlich eingeordnet, vom Level her, als "eines der schlechtesten Finals, die ich in meinem Leben gesehen habe", wie Bresnik im Gespräch mit der New York Times erklärte. Was für ihn aber verständlich war: "Es waren zwei junge Spieler, die versucht haben, etwas zu tun, was sie noch nie in ihrem Leben getan haben." Mit dem besseren Ende für Thiem, der in fünf dramatischen Sätzen, am Ende mit Krämpfen, siegte./

"Die bessere Technik setzt sich am Ende durch in einem Match, denke ich. Und Dominic hat die bessere Technik. Und ist der Spieler seit 2016, der einen Grand-Slam-Titel am meisten verdient hat, ohne dass die 'Big Three' mitreden", so der 59-Jährige.

Bresnik: Bestes Alter für Tennisspieler zwischen 26 und 33

Am Ende mag es wohl die Mischung aus Bresniks Schule und der von Coach Nicolas Massu gewesen sein, der Thiem zu dem Spieler gemacht hat, der er heute ist. Als "großen Schritt" und eine "verdammt harte Entscheidung" sei der Trainerwechsel im Frühjahr 2019 gewesen, so Thiem, der die Unabhängigkeit und die nun gegebene Möglichkeit, freie Entscheidungen zu treffen, schätzt - außerhalb und innerhalb des Platzes.

"Natürlich habe ich Günter viel zu verdanken. Er hat mir alle Schläge beigebracht, die ich habe. Auf der anderen Seite habe ich gespürt, dass es so viele kleine Teile in meinem Spiel gibt, die ich verbessern kann, und das war genau das, wobei Nico mir geholfen hat. Vor allem, was die Verbesserung und die Fortschritte auf schnelleren Belägen angeht, auf Hartplätzen." Dort hatte Thiem 2019 in Indian Wells mit dem Finalsieg über Roger Federer erstmals so richtig auf sich aufmerksam gemacht, es folgten Siege in Peking und Wien sowie das Finale bei den Australian Open in diesem Jahr. Und nun eben der Sieg in New York.

Dem noch viele weitere folgen könnten, meint Bresnik. "Man könnte meinen, den ersten Grand-Slam-Titel mit 27 Jahren zu gewinnen, ist sehr spät", so der Lehrmeister aus Wien. "Aber ich sage es seit zehn Jahren: Die beste Zeit für einen Tennisspieler heutzutage ist zwischen 26 und 33. Wenn Dominic fünf bis zehn Grand-Slam-Titel in den nächsten fünf Jahren gewinnt, wäre ich ehrlich gesagt nicht überrascht."

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von Florian Goosmann

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