Cameron Norrie - Novak Djokovic 2023 der, den es zu schlagen gilt
Für Cameron Norrie steht fest: 2023 wird - wie so oft - Novak Djokovic den Ton auf der ATP-Tour angeben.
von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet:
11.12.2022, 10:13 Uhr

Cameron Norrie hat es am eigenen Leib zu spüren bekommen, was es heißt, Novak Djokovic in einem großen Match gegenüberzustehen. Und, wie schnell einem ein Match gegen den Serben entgleiten kann. Hatte der Brite - unter dem frenetischen Jubel des Londoner Heimpublikums - in diesem Jahr in Wimbledon nämlich noch Durchgang eins im Halbfinale gegen den 21-fachen Major-Sieger gewinnen können, so schnell erlangte Djokovic dann ab Abschnitt zwei die Kontrolle. Und siegte schlussendlich ungefährdet in vier Sätzen.
Wenngleich also Djokovic heute nur auf Rang fünf der ATP-Weltrangliste zu finden ist, so ist der Serbe für den Briten dennoch jener Spieler, der der Saison 2023 den Stempel aufdrucken wird. Carlos Alcaraz hin oder her. "Er ist derjenige, den es zu schlagen gilt", sagte der Weltranglisten-14. bei Eurosport. "Er hatte ein unglaubliches Jahr, in dem er nur eine begrenzte Anzahl von Turnieren spielte. Ich habe großen Respekt vor ihm. Es ist unglaublich, was er geleistet hat, um das Jahr so zu beenden, wie er es getan hat."
Norrie hat die Nummer eins im Blick
Norrie selbst habe sich aber auch große Ziele gesetzt, insbesondere in der Weltrangliste soll es für den Briten weiter nach vorne gehen: "Ich möchte die Nummer 1 der Welt sein, das ist ein großes Ziel für mich. Natürlich gibt es eine Menge Dinge, die ich zuerst abhaken muss. Ich war noch nicht unter den ersten fünf, also ist es ein Ziel, das ich mir in den Kopf setzen will, um sicherzustellen, dass ich jeden Tag darauf hin trainiere und versuche, der beste Spieler der Welt zu sein", so Norrie.
Natürlich wisse der 27-Jährige, dass dies ein hehres Ziel sei. Dennoch sieht es der Weltranglisten-14. nicht als völlig unrealistisch an: "Jeder kann sagen, dass er die Nummer 1 sein will, aber mit den letzten paar Jahren, und dem Niveau, auf dem ich spiele, habe das Gefühl, dass ich ganz gutes Tennis spiele", sagte der 27-Jährige. Wenngleich es noch etliche Dinge gebe, die er verbessern könne. "Es gibt noch eine Menge Potenzial in meinem Spiel. Ich habe das Gefühl, dass ich mich in allen Bereichen verbessern kann." Ganz besonders aber das Spiel am Netz und die Stoppbälle. Und dann sollte es für den Briten auch gelingen, einem Novak Djokovic die Stirn zu bieten.
