Carlos Alcaraz: "Die Nummer eins ist für mich kein Thema"

Carlos Alcaraz ist beim ATP Masters 1000-Turnier in Monte Carlo mit einem überzeugenden Zweisatz-Sieg über Sebastian Baez programmgemäß in die Sandplatzsaison gestartet. Obwohl die Form zu stimmen scheint, gibt sich der Spanier keinen Illusionen bezüglich des Rennens um die Weltranglisten-Spitze hin.

von Clemens Engert
zuletzt bearbeitet: 08.04.2026, 23:39 Uhr

© Getty Images
Carlos Alcaraz will sich auf das Geschehen am Platz konzentrieren.

Alcaraz geht davon aus, dass er die Weltranglistenposition eins ohnehin demnächst an seinen Dauerrivalen Jannik Sinner verlieren wird. „Die Nummer eins zu sein, ist für mich kein Thema, ich werde sie früher oder später verlieren", so der 22-Jährige.

"Jannik hat Turniere, bei denen er gar keine Punkte zu verteidigen hat, und ich habe viele zu verteidigen. Deshalb werde ich mich auf mein Tennis konzentrieren. Ich denke, das ist im Moment mein Fokus: jeden Tag, nach jedem Training, nach jedem Match besser zu werden, und die Ergebnisse kommen dann von selbst. Wenn ich die richtigen Dinge tue, werden die Ergebnisse kommen“, richtet Alcaraz das Augenmerk auf die Dinge, die er selbst beeinflussen kann.

“Auf Sand hat man mehr Zeit zum Nachdenken”

Mit seiner Leistung beim 6:1 und 6:3-Erfolg gegen Sebastian Baez zeigte sich der Spanier hochzufrieden. "Gegen Báez habe ich auf einem wirklich hohen Niveau gespielt", so Alcaraz, der sich sogar etwas überrascht zeigte, dass ihm die Umstellung auf Sand so schnell gelungen sei. Insgesamt käme der Untergrund seinem Spielstil entgegen, ist "Carlitos" überzeugt: „Auf Sand hat man mehr Zeit zum Nachdenken, mehr Zeit, den Punkt vorzubereiten, den Winner zu spielen. Wir werden auf Sand wahrscheinlich sehen, dass fast alle Spieler, oder zumindest viele, ihre Returntechnik ändern, etwas tiefer spielen und dem Ball so mehr Zeit geben, sie auf irgendeine Weise zu erreichen.“

Zufrieden zeigte sich der Weltranglisten-Erste auch über eine Neuverpflichtung der besonderen Art. „In ein bis eineinhalb Jahren werde ich einen Katamaran haben, worauf ich mich riesig freue. Ich bin ein großer Fan", kann es der Spanier kaum erwarten. "Wenn man auf einem Boot auf See ist, herrscht absolute Ruhe, man kann komplett abschalten. Ich bin total begeistert."

Einladung an Tommy Paul

Ein Kollege hat sich offenbar bereits erfolgreich für einen Besuch angemeldet. "Tommy Paul hat gesagt, er möchte mitkommen, also lade ich ihn am besten gleich ein", so Alcaraz großzügig. Weitere Besuchsanfragen sollen ebenfalls bereits vorliegen.

Zuvor warten jedoch noch zahlreiche sportliche Herausforderungen auf den siebenfachen Grand-Slam-Champion. Am Donnerstag trifft Alcaraz auf den Argentinier Tomas Martin Etcheverry und will dabei seine starke Leistung aus dem Auftaktmatch bestätigen.

Hier das Einzel-Tableau in Monte Carlo

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