Casper Ruud: Der letzte Sandplatzspezialist auf der Tour?

Casper Ruud hat sich in den letzten Jahren vor allem auf der roten Asche einen Namen gemacht. Die Statitsiken bei den Masters-Events unterstreichen nicht nur diesen Eindruck, sondern lassen den Norweger als wahren Sandplatzspezialisten hochleben.

von Daniel Hofmann
zuletzt bearbeitet: 06.04.2026, 07:45 Uhr

Casper Ruud fühlt sich auf der roten Asche besonders wohl.
© Getty Images
Casper Ruud fühlt sich auf der roten Asche besonders wohl.

Nicht selten ist zu hören, dass die Ära der echten Sandplatzspezialisten lange vorbei sei. Das liege daran, dass sich die Tenniswelt zunehmend auf dem Hardcourt bewege und das Spiel der Profis ohnehin variabler geworden ist. Casper Ruud entspricht dieser Theorie nicht, wie eine fast schon seltsame Statistik zeigt.

Denn der Norweger hat in seiner Karrierebilanz bisher 39 Siege bei Masters-Events auf Sand gesammelt. Auf dem Hardcourt, auf dem deutlich mehr Turniere dieser Kategorie stattfinden, jedoch lediglich 25 Matches für sich entscheiden können. Unter den aktuellen 25 Profis, die über 100 Matches bei Masters-Turnieren bestritten haben, ist Ruud damit der einzige Spieler mit mehr Sandplatzsiegen. Das entspricht wohl der Bilanz eines echten Sandplatzspezialisten.

Ruud mit vielen Erfolgen auf dem Sand

Casper Ruud hat seine großen Erfolge auf der roten Asche gefeiert und darf daher ohnehin als Sandplatzspezialist beschrieben werden, immerhin kann der Rechtshänder zwei Endspielteilnahmen in Roland-Garros und zwölf Turniersiege auf der ATP Tour (von insgesamt 14) auf Sand vorweisen.

Die Bezeichnung „Sandplatzspezialist“ bedeutet in diesem Zusammenhang natürlich nicht, dass Ruud auf dem Hardcourt komplett chancenlos daherkommt. Das beweist der Finaleinzug bei den US Open im Jahr 2022. In diesem Jahr erreichte Ruud neben dem ersten French-Open-Finale auch in Miami und bei den ATP Finals zwei bedeutende Endspiele auf dem Hardcourt.

Doch die kommenden Wochen wartet nun der bevorzugte Untergrund. In Monte-Carlo darf sich der an Position neun gesetzte Ruud in der ersten Runde mit Alexei Popyrin messen. Der Norweger geht als klarer Favorit in das Duell im Fürstentum Monaco, wo der 27-Jährige 2024 das Endspiel erreichte. Den Feinschliff dafür holte sich Ruud am Wochenende bereits beim UTS-Event in Nimes

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Montag
06.04.2026, 09:57 Uhr
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