tennisnet.com Allgemeines

Das Geheimnis vor dem ersten Ball: Darum jongliert Alcaraz vor jedem Match

Vor seinen Matches fällt Carlos Alcaraz immer wieder mit einem ungewöhnlichen Warm-up auf. Nun hat der Spanier erklärt, warum er kurz vor dem Betreten des Courts regelmäßig und ausdauernd jongliert.

von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet: 15.03.2026, 09:46 Uhr

Carlos Alcaraz treibt eine spezielle Routine zu Höchstleistungen im Match
© Getty Images
Carlos Alcaraz treibt eine spezielle Routine zu Höchstleistungen im Match

Die meisten Spieler auf der Tour praktizieren bestimmte (zum Teil auch kuriose) Rituale vor ihren Matches. Während Jack Draper sich etwa Vogelgezwitscher anhört, Daniil Medvedev eine Partie Schach spielt oder Novak Djokovic meditiert, jongliert Carlos Alcaraz. Von kaum einem Tennisspieler gibt es online so viele Videos beim Jonglieren wie vom aktuellen Weltranglistenersten. Viele Zuschauer fragen sich deshalb, ob dahinter ein spezielles mentales Trainingskonzept steckt.

https://www.youtube.com/shorts/SK2tgNR5WlU

https://www.youtube.com/shorts/yPryFfAq9fA 

Der Anstoß kam vom Physio

Die Erklärung ist überraschend simpel. Laut Alcaraz geht die Übung auf einen Hinweis seines Physiotherapeuten zurück. Vor einigen Jahren habe ihm dieser geraten, die Jonglierbewegungen in seine Matchvorbereitung einzubauen. Ob sie tatsächlich einen messbaren Einfluss auf sein Spiel habe, könne er selbst nicht genau sagen. Doch solange die Ergebnisse stimmen, sehe er keinen Grund, an dem Ritual etwas zu ändern.

https://www.youtube.com/shorts/gqFj0To8CHY

https://www.youtube.com/shorts/3W34aDe56z4

Mehr als nur ein Spiel mit dem Ball

Tatsächlich steckt hinter dem scheinbar lockeren Jonglieren mehr, als es auf den ersten Blick scheinen mag. Solche Übungen fördern die Hand-Auge-Koordination, schärfen den Fokus und aktivieren beide Gehirnhälften gleichzeitig. Gerade im Tennis, wo Entscheidungen in Sekundenbruchteilen getroffen werden müssen, kann diese Aktivierung helfen, die Wahrnehmung zu verbessern und schneller auf Spielsituationen zu reagieren.

Neben den koordinativen Effekten hat das Jonglieren noch einen weiteren Zweck: Es wirkt beruhigend. Rhythmische Bewegungen helfen dabei, Nervosität abzubauen und die Gedanken vor dem Match zu ordnen. Für einen Spieler wie Alcaraz, der regelmäßig vor tausenden Zuschauern und unter enormem Erwartungsdruck spielt, kann diese kurze Phase der Konzentration ein wertvoller Moment der mentalen Stabilisierung sein.

Ob Alcaraz bei seiner Halbfinal-Niederlage gegen Medvedev in Indian Wells etwa vergessen hat, zuvor zu jonglieren?

Verpasse keine News!
Aktiviere die Benachrichtigungen:
Djokovic Novak
Medwedew Daniil
Draper Jack
Alcaraz Carlos

von Isabella Walser-Bürgler

Sonntag
15.03.2026, 13:01 Uhr
zuletzt bearbeitet: 15.03.2026, 09:46 Uhr

Verpasse keine News!
Aktiviere die Benachrichtigungen:
Djokovic Novak
Medwedew Daniil
Draper Jack
Alcaraz Carlos