Davis Cup: "Hulk" Cobolli erinnert nicht nur nach dem Match an Djokovic

Oberkörperfrei ließ sich Flavio Cobolli nach seinem “Houdini-Akt” gegen Zizou Bergs von den italienischen Zuschauern feiern. Nicht nur dabei erinnerte der 23-Jährige an Novak Djokovic.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 22.11.2025, 13:45 Uhr

Bei Flavio Cobolli kannte der Jubel keine Grenzen
© Getty Images
Bei Flavio Cobolli kannte der Jubel keine Grenzen

von Nikolaus Fink aus Bologna

So ganz wusste Flavio Cobolli nicht wohin mit seinen Emotionen - und also riss er sich nach seinem dramatischen Sieg über Zizou Bergs kurzerhand das T-Shirt vom Leib. “Ich gehe jeden Tag ins Fitnessstudio”, grinste der Italiener bei der Pressekonferenz nach dem Spiel. Das schien beim Anblick seines Körpers durchaus glaubwürdig.

Nicht nur bei Cobollis Jubel wurden Erinnerungen an Novak Djokovic, der sich nach wichtigen Siegen ab und an ebenfalls seiner Arbeitskleidung entledigt, wach. Auch der Kampfgeist und die Widerstandsfähigkeit, durch die der 23-Jährige unglaubliche sieben Matchbälle abwehrte, erinnerten frappant an den 24-fachen Grand-Slam-Sieger.

Cobolli: “Habe versucht, wie Hulk zu sein”

Cobolli selbst hielt wenig von den Vergleichen mit Djokovic: “Beim Jubel ging es um Flavio, nicht um Nole." Der serbische Großmeister sei zwar sein Lieblingsspieler, gedacht habe er während und nach der Partie aber an jemand völlig anderen: “Heute habe ich versucht, wie Hulk zu sein.”

Muskelprotz Hulk zählt zu den stärksten Figuren im Marvel-Universum
© Getty Images

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Italiens Kapitän Filippo Volandri zeigte sich vom Niveau des zweiten Einzels beeindruckt: "Ich glaube, so ein Match gibt es nur im Davis Cup. Wir
haben zwei großartige Spieler gesehen, die für ihr Land gekämpft haben." Auf Anraten des Team-Psychologen habe er in der Mitte des dritten Satzes aufgehört, seine “Herzinfarkte” zu zählen: “Damit hat er einen guten Job gemacht.”

Bergs ist nur über eine Sache froh

Anders sah die Stimmungslage wenig überraschend bei den Belgiern aus. “Ich glaube nicht, dass es emotionaler als das hier wird”, meinte ein sichtlich niedergeschlagener Bergs. Er habe einige dumme und einige tolle Sachen gemacht: “Es gab so viele wichtige Punkte. In diesen Momenten wirst du manchmal scheitern und manchmal das Richtige tun.”

Ob er das Match außerhalb Italiens auf der ATP-Tour gewonnen hätte, vermochte Bergs nicht zu beurteilen. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich in einem normalen Turnier nicht so kämpfen kann, wie wenn ich für mein Land spiele. Das Gleiche gilt wahrscheinlich für ihn", erklärte der 26-Jährige, der erhobenen Hauptes aus Bologna abreiste. "Zumindest bin ich wirklich froh, dass ich es auf dem Platz genießen konnte.”

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22.11.2025, 13:40 Uhr
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