Djokovic will bei US Open angreifen: "Ich kann immer besser sein als gestern"

Novak Djokovic denkt kurz nach seinem Halbfinal-Aus gegen Jannik Sinner in Wimbledon schon an das nächste Highlight. Der Serbe will auch bei den US Open voll angreifen.
 

von Clemens Engert
zuletzt bearbeitet: 17.07.2026, 22:42 Uhr

© Getty Images
Novak Djokovic hat immer noch ehrgeizige Ziele.

Der 24-fache Grand Slam-Champion befindet sich derzeit auf großer Promo-Tour in den USA, um seine Amazon Prime-Doku, die am 20. August erscheinen wird, zu bewerben. Bei dieser Gelegenheit trat Djokovic auch in der CBS-Morgenshow auf, wo er über sein Alter, seinen körperlichen Zustand, die Bedeutung seiner Familie und seine sportliche Zukunft sprach.

Auf sein Alter angesprochen meinte der 39-Jährige: „Ich konzentriere mich darauf, großartiges Tennis zu spielen, und wenn ich nicht selbst daran denke, erinnern mich die Leute daran. Wenn mich die Leute nicht an mein Alter erinnern, dann erinnert mich mein Körper daran, und man versucht einfach, jede verbleibende Energie zu nutzen, um gegen junge Spieler auf höchstem Niveau mithalten zu können.“

“Die Belastung fordert Tribut”

Djokovic ist sich jedoch seiner körperlichen Grenzen vollkommen bewusst. So meinte er im Rückblick auf sein mehr als fünf Stunden langes Viertelfinalmatch gegen Félix Auger-Aliassime in Wimbledon: „Der Körper reagiert unterschiedlich, das ist einfach Biologie. Die Belastung von über 20 Jahren auf höchstem Niveau fordert ihren Tribut, und ich brauche länger, um mich zu erholen. Nach diesem Viertelfinale von fünf Stunden und fünfzehn Minuten konnte ich mich für das Halbfinale einfach nicht vollständig erholen und war nicht so fit, wie ich es mir gewünscht hätte. Das soll aber nicht Sinners Leistung schmälern, der das Turnier gewonnen hat.“

Nach der Rasensaison steht nun die Hartplatzsaison in Nordamerika an, wo Djokovic zunächst beim Masters 1000 in Cincinnati antritt, bevor es zu den US Open geht - einem Turnier, das er bereits viermal gewonnen hat. „Ich freue mich bei den US Open nächsten Monat in New York am meisten darauf, auf höchstem Niveau zu spielen. Mein größter Konkurrent bin ich, wie immer, selbst“, so der Serbe.

Immer noch ehrgeizig

„Ich kann es kaum erwarten. Einer der Hauptgründe, warum ich immer noch spiele, ist die Energie des Publikums und die Wertschätzung und der Respekt, die mir entgegengebracht wurden, insbesondere in den letzten Jahren weltweit. Dafür bin ich unendlich dankbar. Es bedeutet mir sehr viel“, meinte der derzeitige Weltranglisten-Siebte.

Der Ehrgeiz packt den 39-Jährigen jedenfalls immer noch. „Ich habe das Gefühl, etwas beweisen zu müssen. Ich muss immer etwas beweisen, zuerst mir selbst und anderen, aber vor allem mir selbst, dass ich immer besser sein kann als gestern. Das spüre ich auch. Ich kann immer besser sein als gestern“, erklärte Djokovic im Hinblick auf die kommenden Aufgaben.

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