Dominic Thiem darf unter Nicolas Massu auch mal die feine Klinge auspacken

Dominic Thiem hat sein Tennis in der Zeit nach Günter Bresnik etwas variabler gestaltet - zur eigenen Freude.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 11.01.2021, 12:14 Uhr

Wie spiele ich erfolgreich gegen Dominic Thiem?
© Getty Images
Dominic Thiem

Die Trennung zwischen Dominic Thiem und Günter Bresnik, sie kam Anfang 2019 überraschend und schockierte viele Fans. Zumal es im Anschluss böse Seitenhiebe gab und man sich zuletzt gar vor Gericht auseinandersetzen musste. Immerhin scheint aktuell Gesprächsbereitschaft zu bestehen.

Warum überhaupt die Trennung, schließlich lief es ja erfolgreich zwischen Thiem und Bresnik? Mehr Freiheiten habe Thiem gewollt, so war zu hören, und auch spielerisch mochte sich der Lichtenwörther offenbar wieder freier entfalten wollen. Denn das Tennis-"Spiel" ist unter Bresnik wohl zu kurz gekommen. "Nico hat mir von Anfang an viel mehr Freiheiten gegeben", so Thiem über Bresnik-Nachfolger Nicolas Massu in der aktuellen ZEIT. Die "harte" Bresnik-Schule, fast alle Schläge extrem aggressiv durchzuführen, war Thiem am Ende offenbar zu viel. Oder zu wenig. "Irgendwann ist da die ganze Spielfreude weg gewesen", sagt er heute./

Und tatsächlich: Auch wenn Thiem nach wie vor einen enormen Armzug pflegt, hat auch vermehrt der Slice den Weg in sein Repertoire gefunden, der ihm wiederum oft den Weg bereitet, auf einen langsamen Konter des Gegners erneut durchzupflügen.

Thiem: "Habe es gern harmonisch"

Dass die Geschichte um Thiem und Bresnik irgendwann wieder mit positiven Gedanken besetzt werden kann, hoffen wohl nicht nur die Anhänger - zu viel hat Thiem seinem Entdecker und langjährigen Mentor zu verdanken, zu innig war die Beziehung der beiden, auch die zur Familie Thiem. Papa Wolfgang hatte einst seine eigene Tennisschule verlassen und als Trainer bei Bresnik angefangen, die beiden wurden gute Freunde. Ob es irgendwann ein Happy-End gibt? Harmonie-Freund Thiem würde es sich sicher wünschen.

"Ich habe es gern harmonisch", so Thiem in der ZEIT - er zeigte sich auch entsprechend froh darüber, sich ausschließlich mit Schläger und Ball ausleben zu dürfen. "Es ist ein Glück, dass ich Tennis spiele, weil das ein Sport ist, wo man niemanden wehtun muss."

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von Florian Goosmann

Montag
11.01.2021, 12:35 Uhr
zuletzt bearbeitet: 11.01.2021, 12:14 Uhr

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