Das Tennisjahr 2020 von... Dominic Thiem

Dominic Thiem feierte 2020 seinen ersehnten Triumph bei einem Grand-Slam-Turnier - zunächst aber musste er noch mal eine bittere Niederlage verkraften.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 27.12.2020, 11:28 Uhr

Dominic Thiem hat gegen Diego Schwartzman eine positive Bilanz
© Getty Images
Dominic Thiem

Der Start in Australien, er lief eher stotternd für Dominic Thiem. Beim ATP Cup holte er in drei Spielen nur einen Sieg über Diego Schwartzman, dagegen standen zwei Dreisatz-Niederlagen gegen Hubert Hurkacz und Borna Coric. Und auch bei den Australian Open musste der Lichtenwörther in Runde 3 bibbern, gegen Wildcard-Lokalmatador Alex Bolt über die volle Distanz gehen./

Am Ende folgten drei Super-Spiele von Thiem: Das Viertelfinale gegen Rafael Nadal war von Anfang bis Ende großes Tennis, Thiem ließ sich auch von seinen Nerven nicht kleinkriegen - er hatte im vierten Satz bereits zum Match serviert, aber dann einen schweren Arm bekommen. Im Tiebreak war Thiem wieder da, 7:6 (3), 7:6 (4), 4:6 und 7:6 (6) hieß es am Ende. Im Halbfinale gegen Alexander Zverev ging's erneut über vier Sätze.

Und dann, das Finale gegen Novak Djokovic. Thiem spielte stark und holte sich die 2:1-Satzführung gegen einen angeschlagen wirkenden Djoker, der wieder mal den fünften Gang fand. Bitter für Thiem das Break im vierten Satz, als er eine mögliche 30:0-Führung leichtfertig vergab. 6:4, 4:6, 2:6, 6:3, 6:4 so die Glückszahlen für den Weltranglisten-Ersten; für Thiem, nach zwei Finalniederlagen in Roland Garros gegen Nadal, stand am Ende eines starken Turniers dennoch die insgesamt dritte Endspielniederlage bei einem Major.

Thiem: US-Open-Sieg mit Anlauf

Während der Coronapause zeigte sich Thiem als Vielspieler, 28 Matches absolvierte er insgesamt. Und legte vor allem körperlich noch mal zu.

In die USA reiste er aufgrund seiner Wettkampfpraxis mindestens als Mitfavorit, ein 2:6, 1:6 bei den Western & Southern Open gegen Filip Krajinovic verblüffte daher. Thiem aber ließ sich davon nicht stoppen, gab bis zum Finale in Flushing Meadows nur einen Satz ab. Und lag dort gegen Alexander Zverev dann schnell mit 0:2-Sätzen und Break zurück - die Nerven... Sie sorgten auch für die Krämpfe am Ende des fünften Durchgangs, als Thiem aber die Kugel wieder ordentlich traf. Mit 2:6, 4:6, 6:4, 6:3, 7:6 (6) fightete er sich schließlich durch, der große Traum eines Majorsiegs hatte sich endlich erfüllt.

ATP Finals: Sieg über Djokovic ein Highlight in 2020

Dass es in Paris "nur" bis ins Viertelfinale reichte (Fünfsatz-Niederlage gegen Diego Schwartzman) - sei's drum. Thiem erklärte bereits während des Turniers, wie viel Kraft ihn New York gekostet habe.

Der Jahresabschluss dann: ein Viertelfinale in Wien. Und nochmals ein Aufbäumen in London mit Siegen über Tsitsipas, Nadal und Djokovic. Speziell der Sieg über den Djoker nach 0:4-Rückstand im entscheidenden Tiebreak war ein Zeichen, Thiem spielte hier äußerst mutig. Zum Turniersieg reichte es am Ende erneut nicht, trotz Satz-Führung gegen Daniil Medvedev.

Dominic Thiem in 2020

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von Florian Goosmann

Sonntag
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zuletzt bearbeitet: 27.12.2020, 11:28 Uhr

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