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Erfolg um jeden Preis? Die Wahrheit hinter Emma Navarros Gewichtszunahme

Emma Navarros Gewichtszunahme wurde zuletzt von außen heftig kommentiert. Nun enthüllt die US-Amerikanerin erstmals die Gründe und spricht über lange Jahre der Krankheit.

von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet: 01.10.2026, 19:23 Uhr

Emma Navarro bei den US Open
© Getty Images
Emma Navarro bei den US Open

2023 bestritt Emma Navarro in ihrer ersten vollständigen Saison auf der Tour ganze 88 Matches, spielte auf ITF- und WTA-Ebene, gewann vier ITF-Titel und arbeitete sich in der Weltrangliste von etwa Platz 150 bis nahe an die Top 30 vor.

Sportlich lief alles nach Plan. Körperlich dagegen geriet Navarro zunehmend aus dem Gleichgewicht. Sie war ständig hungrig und verlor 2023 fast neun Kilogramm. Sie habe geglaubt, genau das zu tun, was Profisportlerinnen tun müssten: schlanker zu werden, um die Leistung zu optimieren.

Körper sendet erste Warnsignale

Die Ergebnisse wurden immer besser. 2024 gewann Navarro in Hobart, erreichte bei den Australian Open die dritte Runde und stürmte bei den US Open bis ins Halbfinale. Anschließend stand sie auf Platz acht der Weltrangliste.

Parallel häuften sich jedoch die Symptome: Immer wieder litt Navarro unter unerklärlichen Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafproblemen und sogenanntem Brain Fog. Sie habe Schwierigkeiten gehabt, sich selbst einfache Dinge zu merken und ihre Gedanken auszudrücken. 2024 verlor sie weitere rund viereinhalb Kilogramm. Bei einer Trainingseinheit in Asien sei sie schließlich so erschöpft gewesen, dass sie sich kaum aufwärmen konnte. „Ich konnte den Ball nicht mehr sehen. Ich konnte mich nicht mehr bewegen. Ich konnte nicht mehr spielen.“

2025 kommt der Zusammenbruch

Auch 2025 machte Navarro weiter. Bei den Australian Open erreichte sie das Viertelfinale. An diesem Punkt hatte sie jedoch ihre letzten Energiereserven aufgebraucht. Im September 2025 brach Navarro schließlich während des Billie Jean King Cups in Tränen aus. Erst danach begann eine umfassende medizinische Suche nach der Ursache.

Im November erhielt sie schließlich die entscheidenden Diagnosen: Relative Energy Deficiency in Sport (RED-S) infolge jahrelanger unzureichender Energiezufuhr sowie Hashimoto-bedingte Schilddrüsenunterfunktion.

Zurück im Leben

Navarro stellte daraufhin ihre Ernährung um, um ihre Energiezufuhr zu erhöhen. Bei regelmäßigen Blutchecks passte sie außerdem gemeinsam mit ihren Ärzten ihre Medikation an. Die Fortschritte kamen langsam, aber beständig: Schwindel und Kopfschmerzen wurden weniger, ihre Konzentration kehrte zurück.

2026 konnte Navarro endlich wieder auf die Tour zurückkehren. Sie gewann im Mai das Turnier in Straßburg und erreichte bei den US Open das Viertelfinale. Ihre wichtigste Veränderung lässt sich allerdings nicht an einem Ergebnis ablesen. „Also ja, ich habe dieses Jahr etwas Gewicht zugenommen“, schrieb Navarro. „Aber ich habe auch mein Leben zurückbekommen.“

Deshalb verzichtet sie aktuell auch auf die Asien-Tour und arbeitet bis Jahresende weiter an Ernährung und Medikamenteneinstellung. Ihr nächstes Ziel ist Australien 2027.

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Navarro Emma

von Isabella Walser-Bürgler

Donnerstag
01.10.2026, 21:32 Uhr
zuletzt bearbeitet: 01.10.2026, 19:23 Uhr

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