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„Wenn ich das gewusst hätte …“: Murray enthüllt Djokovics überraschende Zweifel

Andy Murray hat während seiner kurzen Zeit als Coach von Novak Djokovic eine Seite des 24-fachen Grand-Slam-Siegers kennengelernt, die ihn selbst überraschte: Zweifel an seinem Spiel.

von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet: 28.09.2026, 14:23 Uhr

Andy Murray (li.) coachte Novak Djokovic (re.) etwa sechs Monate
© Getty Images
Andy Murray (li.) coachte Novak Djokovic (re.) etwa sechs Monate

Sechs Monate lang arbeitete Murray 2024/2025 mit seinem früheren Rivalen Novak Djokovic zusammen, unter anderem bei den Australian Open. Dort erreichte Djokovic das Halbfinale, nachdem er im Viertelfinale Carlos Alcaraz bezwungen hatte. Für Murray ging es als Coach vor allem darum, herauszuarbeiten, was Djokovic auszeichnet, wenn er sein bestes Tennis spielt und welche Entscheidungen er dann auf dem Platz trifft.

Doch eine Beobachtung hatte Murray offenbar nicht erwartet. „Wenn du dich dem Ende deiner Karriere näherst, schleichen sich klarerweise mehr Zweifel ein“, erklärte er im Served-Podcast von Andy Roddick. Selbst ein Spieler wie Djokovic beginne dann, Entscheidungen und das eigene Spiel stärker zu hinterfragen. Das könne man mittlerweile sehr gut sehen.

„Das war die größte Überraschung für mich“

Gerade weil Djokovic über Jahrzehnte als einer der mental stärksten Spieler überhaupt galt, traf Murray diese Erkenntnis besonders. „Das war wahrscheinlich die größte Überraschung für mich“, sagte der Brite. Er habe Djokovic stets als jemanden betrachtet, der mental zu den härtesten Sportlern überhaupt gehöre. Rückblickend musste Murray deshalb sogar an die eigene Karriere denken. „Wenn ich das gewusst hätte, als ich gegen ihn gespielt habe, hätte ich mich vor diesen Matches viel selbstbewusster gefühlt“, scherzte er. 

www.instagram.com/reel/DdwmkIlBNnt/=

Djokovic wollte vom Coach technische Details

Eine weitere Überraschung betraf Djokovics Umgang mit Technik. Murray hatte nicht erwartet, dass ein Spieler mit einer derart erfolgreichen Karriere weiterhin so intensiv nach technischem Feedback suchen würde.

Doch genau das tat Djokovic. Er wollte wissen, wie sich bestimmte Bewegungen verbessern lassen und legte großen Wert auf Details. Für Murray wurde dadurch im Nachhinein auch verständlich, warum Djokovic über die Jahre eine derart ausgefeilte Technik entwickelt hatte: Wer sich mit diesem Niveau nicht zufriedengibt, arbeitet offenbar auch nach 24 Grand-Slam-Titeln weiter an Kleinigkeiten.

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von Isabella Walser-Bürgler

Montag
28.09.2026, 18:55 Uhr
zuletzt bearbeitet: 28.09.2026, 14:23 Uhr

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