Erste Bank Open: Alex de Minaur und Andrey Rublev kommen nach Wien
Seit die Erste Bank Open im Jahr 2015 zu einem ATP-500-Turnier aufgewertet wurden, standen noch nie sechs Stars aus den Top Ten auf der Nennliste – das ist heuer anders!
von PM
zuletzt bearbeitet:
01.10.2026, 12:21 Uhr

Nach Jannik Sinner (ITA/1), Alexander Zverev (GER/2), Daniil Medvedev (6), Flavio Cobolli (ITA/7) und Frances Tiafoe (USA/8) hat mit dem Australier Alex de Minaur auch die aktuelle Nummer zehn der Weltrangliste seine Startzusage für das mit 2.797.985 Euro dotierte Tennis-Highlight vom 24. Oktober bis 1. November in der Wiener Stadthalle und der Marx Halle gegeben. Zudem haben kurz vor dem gestrigen Meldeschluss auch Andrey Rublev und der aufstrebende Belgier Alexander Blockx für Wien genannt.
Bei einer Pressekonferenz am 14. September in Wien konnte Turnierdirektor Herwig Straka mit fünf Top-Ten-Assen bereits ein großartiges Teilnehmerfeld für die diesjährigen Erste Bank Open präsentieren. Zu diesem Quintett stieß nun auch noch der wieselflinke Australier Alex de Minaur dazu, den seine gute Beinarbeit und sein kämpferisches Grundlinienspiel auszeichnen. Wien ist für den Gewinner von elf ATP-Turnieren ein durchaus guter Boden, erreichte er doch in den beiden vergangenen Jahren jeweils das Halbfinale bei den Erste Bank Open.
In der vorläufigen Setzliste nimmt de Minaur hinter Jannik Sinner, Alexander Zverev, Daniil Medvedev, Flavio Cobolli und Frances Tiafoe Rang sechs ein. Dazu wären derzeit auch noch die beiden Shooting-Stars Jakub Mensik (CZE/ATP-14) als Nummer sieben und Learner Tien (USA/15) als Nummer acht gesetzt. Tommy Paul (USA) ist der erste Spieler, für den es trotz Weltranglisten-Position 16 aktuell nicht für eine Setzung in Wien reicht. Wie übrigens auch für Brandon Nakashima (USA/17), Luciano Darderi (ITA/19), Francisco Cerundolo (ARG/22) und Andrey Rublev (24), der sich ebenso wie de Minaur gegen Ende der Nennfrist zu einem Antreten in Wien entschlossen hat.
Seine aufsteigende Form hat der 28-Jährige Rublev zuletzt beim ATP-250-Turnier in Hangzhou unter Beweis gestellt, wo er im Halbfinale seinen 400. Matchsieg auf höchster Tennis-Ebene gefeiert hat. Das Endspiel in China entschied im Duell zweier Wien-Sieger Daniil Medvedev (2022) gegen Rublev (2020) für sich. Es war der 24. ATP-Turniersieg von Medvedev, der dritte in diesem Jahr nach Brisbane und Dubai.
Blockx kommt mit “Verspätung” nach Wien
Mit Lorenzo Musetti (ITA/25), dem US-Open-Halbfinalisten Karen Khachanov (27) und dem aufstrebenden Belgier Alexander Blockx (28) finden sich unmittelbar hinter Rublev weitere klingende Namen auf der Nennliste. Blockx wird “verspätet” nach Wien kommen, stand er doch zunächst im Aufgebot seines Landes für das Davis-Cup-Duell vor zwei Wochen mit Österreich. Der 21-Jährige sagte aber sein Antreten im Wiener Athletiksport Club (WAC) ab, nachdem er unmittelbar davor mit dem Vorstoß in das Viertelfinale der US Open in New York für Furore gesorgt hatte.
“Wir freuen uns, dass mit Alex de Minaur ein sechster Top-Ten-Spieler genannt hat und auch Andrey Rublev in diesem Jahr wieder bei den Erste Bank Open spielen wird. Zwischen Jannik Sinner und Alexander Zverev könnte es in Wien um die Position als Nummer eins in der Weltrangliste gehen, dazu sind weitere Publikumslieblinge wie Frances Tiafoe und neue Gesichter wie Learner Tien oder Alexander Blockx mit dabei”, betont Turnierdirektor Straka, der eine Wildcard an den heimischen Davis-Cup-Helden Jurij Rodionov vergeben hat, der mit zwei Siegen den Grundstein zum 3:1-Erfolg gegen Belgien gelegt hat: “Jurij hat beim Davis Cup eindrucksvoll gezeigt, was in ihm steckt. Er hat großartiges Tennis gespielt und ist in diesem Länderkampf über sich hinausgewachsen. Er hat sich die Wildcard mehr als verdient”, so Straka.
