Fed Cup: Barty mit Tränen und Kampfansage

Nach dem verlorenen Fed-Cup-Finale versuchen sich die unterlegenen Australierinnen um die Weltranglistenerste Ashleigh Barty von ihrem Frust zu lösen und positiv in die Zukunft zu blicken.

von Robert M. Frank
zuletzt bearbeitet: 10.11.2019, 21:03 Uhr

Ashleigh Barty (mi.) nach dem verlorenen Fed-Cup-Finale
© Getty Images
Ashleigh Barty (mi.) nach dem verlorenen Fed-Cup-Finale

Es war für Azstralien in den vergangenen 44 Jahren 2019 diesmal der neunte Anlauf in einem Fed-Cup-Finale gewesen. Und zum neunten Mal in Serie hatten sich die Australierinnen in einem Fed-Cup-Endspiel den Pokal noch auf der Ziellinie nehmen lassen. Diesmal von den Französinnen, die beim Endspiel in Perth mit 3:2 die Nase vorne hatten. Desto intensiver die Freude bei den Französinnen um die eingesetzten Spielerinnen Kristina Mladenovic, Carolina Garcia, Pauline Parmentier war, umso heftiger fiel die Enttäuschung bei den Gastgeberinnen aus. Ashleigh Barty, die zusammen mit Samantha Stosur das entscheidende Doppel gegen Garcia/Maldenovic verloren hatte, vergoss bei der Siegerehrung Tränen der Enttäuschung./

Die Weltranglistenerste, die beim Heimspiel vor einer Rekordkulisse von 14.000 Zuschauern ihr Einzel gegen Mladenovic verloren hatte, versuchte zunächst die herbe Niederlage zu verdauen. "Ich denke, man kann sehen, wie viel es uns allen bedeutet, und offensichtlich ist es bitter enttäuschend, hier zu sitzen. Wir haben uns alle seit sechs Monaten darauf gefreut“, sagte die 23-Jährige.

"Wir nehmen den Zehnten"

Die amtierende Roland-Garros-Siegerin versuchte dem Schmerz der Niederlage etwas Positives abzugewinnen und optimistisch vorauszublicken. "Es war eine erstaunliche Reise. In einem Fed-Cup-Finale dabei zu sein, ist etwas sehr Wertvolles. Wir werden es schätzen und es wird uns für das nächste Jahr mehr antreiben. Für mich ist es unglaublich, vor fast 14.000 Australiern zu spielen, und es ist eine wirklich, wirklich besondere Zeit meines Lebens“, sagte Barty.

Vor 26 Jahren zuletzt im Finale gestanden – 1993 endete das letzte verlorene Finale der Australierinnen in Frankfurt gegen Spanien 0:3 – oblag es neben Vorzeige-Spielerin Barty auch Team-Kapitänin Alicia Molik, die Pleite einzuordnen. „Wir haben heute alles gegeben. Wir sind nur einen Bruchteil zu kurz gekommen. Das passiert“, meinte Molik. Die Team-Kapitänin blickte ebenso wie Barty kämpferisch in die Zukunft mit einem möglicherweise nächsten Anlauf. "Wir nehmen den Zehnten, das versichere ich Ihnen", kündigte Molik kämpferisch an.

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von Robert M. Frank

Sonntag
10.11.2019, 20:51 Uhr
zuletzt bearbeitet: 10.11.2019, 21:03 Uhr