Finaleinzug bei den US Open: Der neue Skill des Alexander Zverev
Alexander Zverev ist am Freitag mit einem glatten Dreisatzerfolg gegen Karen Khachanov in das Endspiel der US Open eingezogen. Der Weltranglistenzweite zeigt in New York über die zwei Wochen ein ganz neues Talent.
von Daniel Hofmann
zuletzt bearbeitet:
12.09.2026, 11:37 Uhr

Alexander Zverev darf nach seinem Halbfinalerfolg gegen Karen Khachanov um den Titel der US Open spielen. Als Alexander Zverev vor nun etwa zwei Wochen bei den US Open an den Start ging, zweifelten sicherlich einige Fans bereits an dem Finaleinzug des gebürtigen Hamburgers. Der Weltranglistenzweite musste nach fünf Sätzen gegen Lorenzo Sonego in Runde eins anschließend auch über die volle Distanz gegen den Franzosen Quentin Halys.
Im nächsten Fünfsatzmatch machte Alexander Zverev, auch ohne ein gutes Spiel zu zeigen, zumindest die entscheidenen Punkte und analysierte anschließend nüchtern: “Ein guter Skill, wenn man nicht sein bestes Tennis spielt.” Mit dem zeitlichen Abstand und dem Wissen, dass Alexander Zverev nun am Sonntag im Endspiel von New York steht, kann man der deutschen Nummer eins nur beipflichten.
Stolperstart in die US Open 2026
In der Tat hat Alexander Zverev mit dem holprigen Start in die diesjährige US-Open-Kampagne eine neue Seite gezeigt. Die nervliche Belastung und auch die körperlichen Herausforderungen zwei langer Matches zu Beginn des Turniers hätten sich in der Vergangenheit in den späteren Runden gezeigt. Doch in diesem Jahr ist bei Alexander Zverev eben alles anders.
Man mag schnell vermuten, dass der Titel bei den French Open das Mindset des 29-Jährigen verändert hat. Sicherlich hat dieser auch seinen Anteil. Doch Alexander Zverev ist auch schon davor ein reiferer Spieler geworden, der in Drucksituationen kontrollierter agieren kann. Das zeigte auch eine Situation gegen Ende des dritten Satzes am Freitag gegen Karen Khachanov, als Zverev nach einem Doppelfehler kurzzeitig genervt schien.
Zverev mit neuer mentaler Stärke
In der Vergangenheit hätte diese Situation vielleicht dazu geführt, dass der Satz verloren geht. Doch Alexander Zverev sammelte sich schnell wieder und ließ sich im Tiebreak auch nicht von zwei Satzbällen seines Gegners beirren. Das ist der besondere Skill, der Zverev nach einer starken Leistungssteigerung in den bisherigen sechs Runden bei den US Open 2026 verdient in das Finale führt.
Nach der zweiten Runde hat Alexander Zverev keinen Satz mehr abgegeben. Endspielgegner Ben Shelton, der am Samstag das gesamte Publikum in New York als heimische Hoffnung hinter sich haben wird, trifft auf einen French-Open-Sieger, der in Flushing Meadows seine dominate Spielweise gefunden und zudem viel Kraft gespart hat. Was gute Skills so alles bewirken können.
Hier das Einzel-Tableau in Flushing Meadows
