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"Frecher Angriff auf Sinner!" - Tennis-Legende kritisiert Fonseca

Nach seiner Miami-Niederlage gegen Carlos Alcaraz sorgte Joao Fonseca mit einem Vergleich zwischen Jannik Sinner und Carlos Alcaraz für Aufsehen. Doch nicht alle teilen seine Sicht.

von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet: 28.03.2026, 19:33 Uhr

Joao Fonseca gilt neben Sinner und Alcaraz als große Zukunftshoffnung
© Getty Images
Joao Fonseca gilt neben Sinner und Alcaraz als große Zukunftshoffnung

Joao Fonseca gehört zu den spannendsten jungen Gesichtern auf der Tour. Mit einem keineswegs abwertend gemeinten Kommentar über den Unterschied zwischen Jannik Sinner und Carlos Alcaraz hat der Brasilianer zuletzt eine Diskussion losgetreten. Seine Einschätzung: Alcaraz habe viel mehr Waffen im Arsenal als Sinner, der auf dem Platz fast schon “roboterhaft” wirke. Sinner selbst stimmte dieser Einschätzung in einem ESPN-Interview zu.

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Rusedski geht dazwischen

Der ehemalige britische Tennisspieler Greg Rusedski sieht die Sache allerdings komplett anders und stößt sich an Fonsecas Kommentar. Für ihn sei Sinner alles andere als eindimensional. Der Italiener entwickle sein Spiel kontinuierlich weiter. Während andere stagnieren, erweitere Sinner sein Repertoire – vom sicheren Grundlinienspiel bis hin zu gezielten Vorstößen ans Netz. “So agiert doch kein Roboter”, moniert Rusedski.

Sinner vs. Alcaraz: Zwei Welten

Während Alcaraz für Emotion, Spektakel und Improvisation steht, verkörpert Sinner Disziplin, Struktur und Präzision. Für Rusedski liegt genau darin der Reiz, zwei völlig unterschiedliche Spielertypen an der Spitze zu haben. Fans müssten sich damit sozusagen fast zwischen dem Künstler Alcaraz auf der einen Seite und dem eiskalten Vollstrecker Sinner auf der anderen entscheiden. Abzuwerten sei Sinner aber keinesfalls.

Sinner als Djokovic 2.0

Was Sinner laut Rusedski besonders auszeichne, sei seine mentale Stärke. Selbst in schwierigen Phasen – etwa rund um seine Sperre im vergangenen Jahr – habe er sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Diese Fähigkeit, äußere Einflüsse auszublenden und sich konsequent auf das eigene Spiel zu konzentrieren, erinnere stark an Novak Djokovic. Kein Zufall also, dass Rusedski den Italiener als eine Art moderne Version des Serben sieht.

“Fonseca muss liefern”

Für Fonseca findet Rusedski deutliche Worte: Er sei zweifellos ein Riesentalent, aber am Ende müsse er den Erwartungen irgendwann auch gerecht werden. Nur laut zu sein, reiche im modernen Tennis nicht aus. Dies würde, so Rusedskis Pointe, nicht zuletzt Jannik Sinner zeigen.

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von Isabella Walser-Bürgler

Sonntag
29.03.2026, 08:02 Uhr
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