French Open 2026: Iga Swiatek - "Vielleicht braucht es sogar eine ganze Saison"
Die Jagd nach ihrem fünften French-Open-Titel endete für Iga Swiatek bereits im Achtelfinale. Einmal mehr in dieser Saison kam die Polin mit dem Druck nicht zurecht.
von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet:
01.06.2026, 07:31 Uhr

Ausgerechnet an ihrem 25. Geburtstag musste sich Iga Swiatek von ihrem Lieblingsturnier verabschieden: Die Polin verlor im Achtelfinale gegen Marta Kostyuk in zwei Sätzen und verpasste damit ihren fünften Titel in Roland-Garros. Wie schon im gesamten Saisonverlauf agierte Swiatek auch gegen die Ukrainerin zu inkonstant.
Servierte Swiatek im ersten Durchgang beim Stand von 5:4 noch zum Satzgewinn, gewann sie anschließend nur mehr ein einziges Game. “Seit einem Jahr ist es für mich schwieriger, mit Stress umzugehen”, erklärte die ehemalige Weltranglistenerste in der Pressekonferenz. “Ich wollte sicher spielen, aber der Ball flog überall hin. Plötzlich kamen diese Gefühle wieder hoch.”
Kein neues Problem
Damit spielte Swiatek auf ein Problem an, über das sie bereits nach dem Sunshine Double berichtet hatte. "Ich habe schon immer viel nachgedacht, aber in letzter Zeit ist es einfach extrem geworden. Es fällt mir schwer, meine vielen Gedanken loszuwerden, und das war früher meine Stärke", hatte die Polin in Miami von einem “Albtraum” gesprochen.
Aufgewacht ist Swiatek aus diesem “Albtraum” bis dato nicht, wenngleich die mentalen Probleme nicht mehr ganz so gravierend sind wie noch vor wenigen Monaten. “Ich weiß, dass ich verloren habe, weil ich nervös war und mein Körper nicht die richtigen Dinge tun konnte”, sagte die 25-Jährige. “Die schlimmste Niederlage ist, wenn man das Spiel in der Hand hat, dumme Entscheidungen trifft und die Gegnerin plötzlich zurückkommt.”
Swiatek verteidigt in Wimbledon den Titel
Sie müsse daran glauben, dass sich die Dinge wieder ändern können: "Aber das dauert möglicherweise nicht nur eine Woche oder einen Monat. Vielleicht braucht es sogar eine ganze Saison." Nach den French Open wird die sechsfache Grand-Slam-Siegerin, die in diesem Jahr noch kein Turnier gewann, im Race jedenfalls aus den Top 10 fallen.
Und auch in der Weltrangliste droht Swiatek ein weiterer Rückfall, verteidigt sie in Wimbledon (29. Juni bis 12. Juli) doch den Titel. Sie habe bislang noch gar nicht an die Rasensaison gedacht, erklärte die Nummer drei der Welt. “Ich weiß nicht, wie es laufen wird. Ich bin kein Zauberer”, so Swiatek.
Hier das Einzel-Tableau der Frauen
