French Open 2026: Joao Fonseca dreht 0:2-Satzrückstand und wirft Novak Djokovic raus
Joao Fonseca hat bei den French Open den Drittrunden-Schlager gegen Novak Djokovic für sich entschieden. Der 19-Jährige bezwang seinen 20 Jahre älteren Kontrahenten in einem hochklassigen Match nach 0:2-Satzrückstand mit 4:6, 4:6, 6:3, 7:5 und 7:5.
von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet:
29.05.2026, 21:05 Uhr

Hier könnt ihr das Match im Ticker nachlesen
Djokovic gelang auf dem Court Philippe-Chatrier ein Auftakt nach Maß und schlug gleich im ersten Aufschlaggame Fonsecas mit einem Break zu. Der Serbe wirkte von Anfang an hochkonzentriert und war bemüht, seinen jungen Kontrahenten gar nicht erst ins Spiel zu lassen. Dies gelang dem Routinier bis zum Spielstand von 5:1 und 40:0 ganz ausgezeichnet - dann wurde Fonseca zunehmend stärker. Djokovic ließ sich kurz beirren, servierte dann aber doch noch sicher zum 6:4 aus.
Zu Beginn des zweiten Satzes entwickelte sich ein hochklassiges Match auf Augenhöhe. Fonseca wurde mutiger und ließ sein enormes Talent immer wieder aufblitzen, Djokovic hielt jedoch eindrucksvoll dagegen und ging mit einem Break 3:2 in Front. Der Brasilianer kam zwar wenig später zu einer Rebreak-Chance, der 24-fache Grand Slam-Champion konnte jedoch parieren. Am Ende war nach einer Spielzeit von einer Stunde und 34 Minuten die Zweisatz-Führung hergestellt.
Hochklassiges Match
Das erste Ausrufezeichen im dritten Satz setzte Fonseca, der rasch mit einem Break 3:0 in Front ging. Aus welchem Holz er geschnitzt ist, bewies der 19-Jährige beim Stand von 5:3, als er einen Breakball Djokovics mit einem sensationellen zweiten Service abwehrte und anschließend auf 1:2 nach Sätzen verkürzte.
Fonseca tritt in Melzer Fußstapfen
Es ging weiterhin hin und her, beide Spieler kamen im Verlauf des vierten Abschnitts zu weiteren Chancen. Das nächste Break gelang Fonseca zum 6:5, ehe der Teenager trotz kleiner Probleme ausservierte und einen fünften Satz erzwang. Schon in der zweiten Runde gegen Dino Prizmic hatte Fonseca einen 0:2-Satzrückstand wettgemacht.
Im fünften Satz gelang Djokovic das erste Break zum 3:1, Fonseca schlug umgehend zurück. Vor allem mit seiner Vorhand trieb der Brasilianer den Favoriten, der sich zwischenzeitlich übergeben musste, oftmals zur Verzweiflung. Mit einem Stopp von dieser Seite gelang Fonseca dann auch das Break zum 6:5, das er - nach Abwehr eines Breakballs - über die Ziellinie transportierte.
Nach 4:53 Stunden Spielzeit und drei Assen zum Abschluss verwandelte Fonseca seinen ersten Matchball zum 4:6, 4:6, 6:3, 7:5 und 7:5-Erfolg. Der Brasilianer trifft im Achtelfinale auf den Sieger des Duells zwischen Tommy Paul und Casper Ruud - und schaffte es als erst zweiter Spieler nach Jürgen Melzer bei den French Open 2010, Djokovic bei einem Major nach 0:2-Satzrückstand zu bezwingen.
Hier das Einzel-Tableau in Roland-Garros
