French Open: "Mentale Probleme" - Paula Badosa zieht aus Qualifikation raus
Ex-Top-10-Spielerin Paula Badosa hat sich für das Qualifikationsturnier in Roland-Garros abgemeldet. Zwar hält der Rücken aktuell, dank Behandlungen und eines Rats von Rafael Nadal. Die letzten Niederlagen aber machen ihr zu schaffen.
von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet:
08.05.2026, 21:56 Uhr

Badosa, ehemals die Nummer 2 der Welt und aktuell auf Rang 102 abgerutscht, ist nicht über ihre Weltranglistenposition ins Hauptfeld gelangt und müsste damit die Qualifikationsmühle durchschreiten. Vier Plätze fehlen Badosa zum direkten Einzug ins Hauptfeld.
Für die Quali hat sie nun abgesagt. Badosa hat seit Jahren mit Rückenproblemen zu kämpfen und stand bereits vorm Karriereende. Im vergangenen Jahr kämpfte sie sich dann wieder unter die Top 10. Zuletzt aber fiel die Spanierin immer öfter aus. In Madrid verlor sie zum Auftakt gegen Julia Grabher und erklärte im Anschluss gegenüber der spanischen Zeitung Marca: „Ich habe mein Selbstvertrauen verloren, jetzt, wo mein Körper nicht mehr mitspielt. Ich brauche eine Auszeit."
Sie gab dabei auch an, noch nicht zu wissen, ob sie nach Roland Garros fahren werde. Wobei das Problem “mentaler Natur” sei. "Ich zweifle, ich habe Ängste. Wenn ich gewinne, wird darüber nicht berichtet, es wird nur über Niederlagen berichtet oder darüber, mit wem ich zusammen bin.“
Sie könne nur “sehr schlecht verlieren", sagte Badosa weiter. "Ich spiele seit 11 Jahren und habe immer noch nicht gelernt zu verlieren, es überfordert mich. Ich nehme Niederlagen sehr persönlich. Wenn ich verliere, ist alles eine Katastrophe. Ich verliere den Überblick. Ich betrachte die Spiele als eine Frage von Leben und Tod. Ich schlafe nicht, es fällt mir sehr schwer. Die Leute, die mich kennen, schicken mir um drei oder vier Uhr morgens eine Nachricht und wissen, dass ich antworten werde, weil ich wach bin.“
Badosas Rücken hält aktuell
Der Rücken sei dabei aktuell gar nicht das Problem, so Badosa. "Körperlich habe ich im Januar und Februar ziemlich gelitten. Aber seit zwei Monaten geht es mir gut, ich habe mich vor der Amerika-Tour einer Infiltration unterzogen und es ist gut verlaufen. Die Infiltrationen erfolgen an der Hüfte und am Rücken, denn dort habe ich Probleme.“
Badosa erzählte auch, sich in puncto Schmerzen den Rat von Rafael Nadal eingeholt zu haben. „Ich lebe mit Schmerzen und nehme deshalb Tabletten. Wenn ich anderthalb Stunden in einem Restaurant sitze, kann ich gar nicht mehr aufstehen. Ich kann mich sehr gut in Rafa wiedererkennen, der sich schon 50.000 Mal Spritzen geben lassen musste. Wir führen sehr gute Gespräche miteinander, und eines der Worte, die er mir immer sagt, ist ‚Akzeptanz‘.“
Beim aktuell laufenden Turnier in Rom ist Badosa nicht dabei.
Ob sie im Falle eines direkten Hauptfeldeinzugs in Paris starten wird, scheint offen. Dafür müssten vier Spielerinnen, die direkt qualifiziert sind, absagen. Oder Badosa eine Wildcard erhalten.
