Für Sky-Experte Patrik Kühnen ist die Tennis Hall of Fame fundamental wichtig
Roger Federer wird an diesem Samstag in die International Tennis Hall of Fame in Newport, Rhode Island, aufgenommen. Sky-Experte Patrik Kühnen hält diese Institution für eminent wichtig für den Tennissport.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
25.08.2026, 08:19 Uhr

Eine der großen Fragen vor der offiziellen Einführung von Roger Federer in die International Tennis Hall of Fame am Samstag ist ja, wer die Laudatio auf den Maestro halten wird: Anbieten würden sich etwa Rafael Nadal oder Rod Laver, einer der besten Kenner Federers, die Schweizer Journalisten-Legende Simon Graf, tippt eher auf einen Laudator aus dem Trio Andy Roddick, John McEnroe oder Andre Agassi.
Dass Roger Federer seinen Platz verdient hat, würde wohl niemand anzweifeln. Über Sinn und Zweck der Ruhmeshalle lässt sich aber sicherlich streiten (ja, die Frage ist nach wie vor unbeantwortet: Wie kann es sein, dass Thomas Muster nicht aufgenommen wurde? Und Michael Chang schon?).
Kühnen: Tennis lebt von unterschiedlichen Spieltypen
Jemand, der den Wert der Hall of Fame zu schätzen weiß, ist Patrik Kühnen, ehemals Davis-Cup-Sieger mit dem deutschen Team, Ex-Profi und seit Jahren Turnierdirektor des BMW Open in München. Und natürlich auch TV-Experte. So wird Kühnen für Sky die US Open 2026 begleiten. Bei einer kleinen Medienrunde erzählte Kühnen von seinem Teamkameraden Michael Stich, den der Ruf der „Hall“ ja vor ein paar Jahren ereilt hat. Und der in München in dieser Hinsicht auch noch einmal geehrt wurde.
„Für Michael war das schon eine sehr, sehr große und sehr emotionale Sache, die ihn bewegt hat. Und ich denke schon, dass diese Hall of Fame auch im Tennis ein immens wichtiger Bestandteil ist für die Tennis-Historie ist“, erzählte Kühnen also. Denn die Spieler und Spielerinnen, die den Einzug schaffen, hätten den Sport ja auch weit über den sportlichen Aspekt hinaus geprägt.
„diese sehr persönliche Aufnahme von großen Spielern, großen Namen unterschiedlichster Art, finde ich sehr wichtig“, so Kühnen weiter. „Weil Tennis ein Sport ist, der von vielen auch sehr individuell und auch sehr eigen gespielt wird. Aber das braucht es eben, damit eine Sportart spannend bleibt und damit auch große Stars nicht vergessen werden und man sich auch viele, viele Jahre später auch noch an sie erinnert. Insofern halte ich die Hall of Fame für eine fundamentale Sache für den Tennissport, was die Vergangenheit angeht, aber auch mit dem Blick in die Zukunft.“
