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Gerichtsvollzieher unterbricht Becker-Auftritt: Luxus-Uhr öffentlich gepfändet

Neuer Wirbel um Boris Becker: Kurz vor einem öffentlichen Auftritt soll er von einem Gerichtsvollzieher überrascht worden sein. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht eine offene Unterhaltsforderung von Ex Lilly Becker.

von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet: 24.06.2026, 14:31 Uhr

Boris Becker
© Getty Images
Boris Becker

Noch vor Kurzem hat Boris Becker für positive Schlagzeilen gesorgt, als sein Buch “Inside” zum internationalen Sportbuch des Jahres gewählt wurde. Am vergangenen Sonntag kam es allerdings öffentlich zu einer neuen Auseinandersetzung im Dauerstreit zwischen Boris Becker und seiner Ex-Frau Lilly. Boris und Lilly Becker waren von 2005 bis 2018 verheiratet. Ihr gemeinsamer Sohn Amadeus ist heute 16 Jahre alt. Der Streit um finanzielle Fragen begleitet die beiden Ex-Partner bereits seit Jahren.

Pfändung vor TV-Interview: Becker verliert seine Uhr

Eigentlich sollte Boris Becker am Wochenende entspannt in Bad Honnef vor rund 300 Gästen auftreten und von Sky-Moderator Riccardo Basile interviewt werden. Doch noch bevor es dazu kam, wurde der Termin von einem unerwarteten Zwischenfall überschattet. Ein Gerichtsvollzieher erschien im Auftrag des Amtsgerichts Königswinter.

Nach Angaben des zuständigen Amtsgerichtsdirektors Oliver Schoenijahn verlief der Vorgang ohne Zwischenfälle. Becker habe sich kooperativ und höflich verhalten. Da er kein Bargeld bei sich gehabt habe, sei lediglich seine Armbanduhr als pfändbarer Gegenstand einbehalten worden.

Lilly Becker setzt Unterhaltstitel durch

Hinter der Aktion steckt offenbar (wieder einmal) Lilly Becker. Grundlage soll ein britischer Unterhaltstitel aus dem Jahr 2018 sein, den sie nun in Deutschland vollstrecken lässt. Ihr Anwalt erklärte, dass es dabei um die finanzielle Absicherung des gemeinsamen Sohnes Amadeus gehe.

Die Uhr bleibt zunächst in Verwahrung. Becker kann die Pfändung abwenden, wenn er die offenen Forderungen begleicht oder rechtlich dagegen vorgeht. Sollte es zu keiner Einigung kommen, könnte der Gegenstand versteigert werden. Der Erlös würde dann an Lilly Becker fließen.

Becker-Seite spricht von unverhältnismäßigem Vorgehen

Der ehemalige Wimbledon-Champion sieht die Situation anders. Sein Medienanwalt betonte, Becker komme seinen Verpflichtungen gegenüber seinem Sohn bereits seit Jahren nach. Demnach zahle er zusätzlich zu früheren Leistungen seit August 2025 monatlich rund 6.500 Euro für Unterhalt, Schule und Transport.

Darüber hinaus soll Becker eine außergerichtliche Lösung angeboten haben: eine monatliche Zahlung von 8.000 Euro inklusive Schul- und Fahrtkosten bis zum 20. Geburtstag von Amadeus. Laut Beckers Umfeld habe Lilly Becker dieses Angebot abgelehnt. Von ihrer Seite gibt es dazu keine Bestätigung.

von Isabella Walser-Bürgler

Mittwoch
24.06.2026, 15:01 Uhr
zuletzt bearbeitet: 24.06.2026, 14:31 Uhr