Holger Rune schießt gegen Sinner und Alcaraz: „Ihre Dominanz ist langweilig!“
Während Holger Rune an seinem Comeback feilt, nimmt er die Weltranglistenführenden Jannik Sinner und Carlos Alcaraz verbal ins Visier.
von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet:
27.03.2026, 09:25 Uhr

Noch ist Holger Rune zwar nicht auf dem Court zurück, verbal meldet er sich allerdings eindrucksvoll zu Wort. Im Podcast „Tales from Tennis“ ließ der Däne keinen Zweifel daran, dass er die aktuelle Kräfteverteilung im Herrentennis nicht zu akzeptieren gewillt sei. Die Dominanz von Carlos Alcaraz und Jannik Sinner bezeichnete er unverblümt als „langweilig“.
Provokation oder Ernst?
Rune hat schon öfter mit provokativen Aussagen angeeckt. Auf der Tour gehört er angeblich zu den weniger beliebten Spielern. Seine Auseinandersetzungen mit seiner Box oder auch mit seinen Rivalen am Platz sind ebenso Legion wie seine monatlichen Trainerwechsel und seine emotionale Wankelmütigkeit. Beobachter und Fans gleichermaßen werfen Rune daher nicht selten Überheblichkeit vor.
„Ich weiß, dass ich sie schlagen kann“
Rune sieht sich jedoch klar an vorderster Front der Verfolgergruppe und traut sich nach wie vor den großen Durchbruch zu. Seine Bilanz gegen die beiden Topstars kann sich jedenfalls sehen lassen: Gegen Carlos Alcaraz steht es ausgeglichen 2:2, gegen Jannik Sinner nur knapp negativ mit 2:3.
Zweckoptimismus schadet nicht
Für den 22-jährigen Dänen ist das der ultimative Beweis, dass der Abstand zur Spitze kleiner ist, als viele denken. Er ist überzeugt, dass er mit seiner Spielweise den beiden Weltranglistenführenden jederzeit Probleme bereiten kann. Aus dieser Überzeugung zieht er zusätzliche Motivation.
Der Blick geht nach vorne
Aktuell ist Rune allerdings noch zum Zuschauen verdammt. Der im Oktober 2025 erlittene Achillessehnenriss braucht Zeit. Die Zeichen stehen allerdings auf Fortschritt, denn Rune hat mittlerweile wieder mit dem Lauftraining begonnen. Sein Ziel ist eine Rückkehr im Laufe der Sand- oder spätestens rechtzeitig vor der Rasensaison (möglicherweise mit einem neuen Schläger).
An seinen Ambitionen hat die Verletzung jedenfalls nichts geändert. Rune denkt in Titeln und Weltranglistepunkten. Nur mitzuhalten, ist ihm zu wenig. Er möchte das Machtgefüge im Tenniszirkus verschieben.
