Indian Wells: Swiateks Nervenkostüm bleibt weiter dünn
Für Iga Swiatek endete das WTA 1000-Turnier in Indian Wells mit einer großen Enttäuschung. Die Polin unterlag im Viertelfinale Elina Svitolina mit 2:6, 6:4 und 4:6 und zeigte dabei einmal mehr einen emotionalen Ausbruch.
von Clemens Engert
zuletzt bearbeitet:
13.03.2026, 19:56 Uhr

Beim Stand von 5:4 für Svitolina im dritten Satz schleuderte die frustrierte Polin während des Seitenwechsels ihr Handtuch auf den Boden. Danach bekam auch noch Swiateks Box lautstark ihr Fett ab. Geholfen hat der emotionale Ausbruch wenig, servierte Svitolina doch im Anschluss zum 6:4 aus.
Es ist nicht das erste Mal in dieser Saison, dass Swiatek zeigt, wie dünn ihr Nervenkostüm im Moment ist. Bereits beim Turnier in Doha wirkte die Polin bei der Viertelfinal-Niederlage gegen Maria Sakkari äußerst emotional und aufgekratzt. Gestenreiche Interventions-Versuche ihrer Sportpsychologin Daria Abramowicz während des Matches in Katar erwiesen sich als eher kontraproduktiv und sorgten zudem für Spott auf Social Media.
Durchwachsene Saisonbilanz
Auf gewisse Art und Weise ist der momentane Frust der ehemaligen Weltranglisten-Ersten nachvollziehbar. Die aktuelle Saisonbilanz von 12 Siegen und 5 Niederlagen ist durchwachsen und genügt den hohen Ansprüchen der sechsfachen Grand Slam-Gewinnerin nicht. Zudem wird die 24-Jährige nächste Woche in der Weltrangliste von Elena Rybakina auf Rang drei verdrängt - eine Position, die Swiatek seit 2021 nicht mehr innehatte.
Etwas mehr Gleichmut würde der Polin jedoch nicht nur auf dem Tennisplatz gut tun. Vielleicht braucht es dafür aber auch eine Neuaufstellung ihres Teams. Seit Beginn ihrer Karriere wird Swiatek sehr engmaschig von der Psychologin Daria Abramowicz betreut - eine Kooperation, die in der Vergangenheit erfolgsversprechend war, jedoch in letzter Zeit immer wieder durchaus kritisch beäugt wurde.
Hier das Einzel-Tableau der Damen in Indian Wells
