Karen Khachanov kritisiert Alexander Zverev: "Das stört sehr viele Spieler"
Sportlich hatte Karen Khachanov am Freitag wenig Chance im Halbfinale der US Open gegen Alexander Zverev. Doch der Russe legte nach dem Duell verbal nach und legte offen, dass sich viele Spieler an der Aufschlagvorbereitung des Weltranglistenzweiten stören.
von Daniel Hofmann
zuletzt bearbeitet:
12.09.2026, 15:05 Uhr

Das Ergebnis war am Ende deutlich. Alexander Zverev ging glatt in drei Sätzen als Sieger gegen Karen Khachanov vom Platz und steht damit im Endspiel der diesjährigen US Open. Die Begegnung am Netz der beiden Profis war freundschaftlich. Beide Spieler kennen sich schon seit der Jugend, zudem hat Zverev russische Wurzeln und pflegt zu den Spielern aus dem Land daher ein sehr gutes Verhältnis.
Doch nach dem Match äußerte Karen Khachanov Unbehagen über die lange Aufschlagvorbereitung von Alexander Zverev, der den Ball sehr häufig vor dem Serve auftippen lässt: “Du bereitest dich vor und dann lässt er den Ball erneut zwölf Mal auftippen. So musst du dich erneut vorbereiten." Die Beschwerde von Khachanov beschäftigt dabei wohl nicht nur den 30-Jährigen. “Das nervt sehr viele Spieler”, will Khachanov wissen.
Zverev stört die Kritik nicht
Schwer zu sagen ist, wie der Vorstoß von Karen Khachanov bewertet werden kann. Denn durch das bereits erwähnte gute Verhältnis ist ein bewusstes Nachtreten gegen den amtierenden French-Open-Sieger eigentlich ausgeschlossen. Viel mehr war es vielleicht der Frust Khachanovs, da die eigene Finalteilnahme erneut verpasst wurde. Zum dritten Mal stand der ehemalige Top-Ten-Spieler in einem Grand-Slam-Halbfinale.
Es ist auch nicht zu erwarten, dass Alexander Zverev sich davon in irgendeiner Art und Weise ablenken lässt. Stattdessen reagierte Zverev bereits im Vorfeld auf seine hohe Anzahl an Bounces vor dem Serve und beantwortete die Frage nach einem Grund lapidar: “Ich habe absolut keine Ahnung, warum ich das tue.”
Vielleicht ist es also eine unbewusste Nervosität, die Alexander Zverev mit dieser Eigenschaft bekämpft. Er wäre nicht der erste Spieler, denn auch ein Novak Djokovic war immer für lange Aufschlagvorbereitung an der Grundlienie bekannt. Mit den vielen Ritualen eines Rafael Nadals vor einem Aufschlag sei an dieser Stelle gar nicht erst angefangen.
