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Vor "Familienduell" mit Alexander Zverev: Ben Shelton dankt verstorbener Großmutter

In seinem vielleicht bisher größten Moment der Karriere denkt Ben Shelton an die Personen, denen er seine Laufbahn zu verdanken hat. Damit hat der US-Boy sicherlich auch einige kritische Stimmen der letzten Tage besänftigen können.

von Daniel Hofmann
zuletzt bearbeitet: 12.09.2026, 13:21 Uhr

Ben Shelton betritt mit dem Finaleinzug der US Open die ganz große Bühne.
© Getty Images
Ben Shelton betritt mit dem Finaleinzug der US Open die ganz große Bühne.

Als Ben Shelton nach seinem Viersatzerfolg gegen Frances Tiafoe sein erstes Endspiel bei einem Grand Slam sicher hatte, dachte der 23-Jährige ganz besonders an seine Familie und sorgte damit im On-Court-Interview für einen bewegenden Moment im Arthur Ashe Stadium: “Mein Vater hat in diesem Jahr seine Mutter verloren und sie ist der Grund, warum wir Tennis spielen. Ohne sie würde hier heute kein Ben Shelton stehen."

Ben wird von seinem Vater Bryan Shelton gecoacht und reist mit seiner Familie zu den Turnieren. Ähnlich wie auch bei Alexander Zverev ist die Verbindung bei den Sheltons damit natürlich besonders eng. "Meine Eltern haben viel für mich geopfert, um mich in diese Position zu bringen", fügte der ergriffene US-Amerikaner im Interview an. Die harte Arbeit der vielen Jahre könnte sich am Sonntag nun mit einem Grand-Slam-Titel auszahlen.

Shelton mit kräftezehrenden Partien 

Doch mit Alexander Zverev wartet nicht nur der an Nummer eins gesetzte Spieler des Turniers. Zverev konnte in den letzten Runden viele Kräfte sparen, während Shelton im Viertelfinale gegen Carlos Alcaraz über fünf Sätze in 4:30 Stunden gehen musste und im Halbfinale ebenfalls später am Abend 3:30 Stunden für vier Sätze gegen Frances Tiafoe benötigte.

Das Endspiel in New York ist am Sonntag auch ein Aufeinandertreffen von Eltern, die dem Erfolg des eigenen Sohnes schon früh alles untergeordnet haben. Vor allem Alexander Zverev stand oft in der Kritik für diesen Weg, da andere Einflüsse nur sehr spärlich zugelassen worden sind und die deutsche Nummer eins stets betonte, dass nur der eigene Vater der richtige Coach sei.

Ben Shelton musste sich zuletzt eher für sein Auftreten rechtfertigen. Viele Fans finden das Verhalten des Weltranglistenneunten zu arrogant. Mit den Worten über seine verstorbene Großmutter dürfte Shelton zwar einige kritische Stimmen wieder besänftigt haben, doch sein Selbstbewusstein wird am Sonntag für viel Unterhaltung sorgen, wenn das diesjährige Endspiel der US Open gleichzeitig zu einem “Familienduell” wird. 

Hier das Einzel-Tableau in Flushing Meadows

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Samstag
12.09.2026, 13:27 Uhr
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