Laver Cup 2026: Die ganz große Story fehlt diesmal
Von Freitag bis Sonntag findet in London die diesjährige Ausgabe des Laver Cups statt. Die Erinnerungen dn den letzten Besuch in der englischen Hauptstadt sind noch frisch.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
22.09.2026, 11:14 Uhr

Der Lateiner weiß: „Bis repetitia non placent“ - Wiederholungen gefallen nicht. Der Laver Cup versucht es trotzdem und kehrte also an diesem Wochenende in die Londoner O2 Arena zurück, die ja schon ziemlich viel großes Tennis beherbergt hat. Vor allem in jenen Jahren, in denen die ATP Finals eben dort Station gemacht hatten. Da war ein Antreten der Allerbesten garantiert, die sportliche Wertigkeit auch um einiges höher als beim dreitägigen Wettkampf zwischen Europa und der Welt, der von Freitag bis Sonntag ansteht.
Die Latte liegt natürlich extrem hoch: Denn vor vier Jahren, als der Laver Cup erstmals in London zu Gast war, nahm Roger Federer seinen Abschied. Tränenreich, wie sich die Tennisfans erinnern können. 2026 fehlt die ganz große Story. Abgesehen davon, dass es immer eine große Freude ist, Carlos Alcaraz bei der Arbeit zuzusehen. Noch dazu nach dessen langer Absenz aufgrund der Verletzung am Handgelenk.
Der Star von Team World sitzt auf der Bank: Andre Agassi
Dazu kommt auf europäischer Seite Alexander Zverev, der offenbar beschlossen hat, bis Jahresende einfach mal durchzuspielen. Neben den Verpflichtungen auf der ATP-Tour nimmt Zverev eben auch den Laver Cup, dann die Six Kings in Saudi-Arabien und am Ende der Saison auch noch die Davis-Cup-Finalrunde in Bologna mit.
Dem Team World ermangelt es dagegen ein wenig an Starpower. Sieht man von der Position des Kapitäns ab, die ja von Andre Agassi bekleidet wird (als Counterpart zu Europas Yannick Noah). Aber Ben Shelton nimmt sich nun doch eine Auszeit, der Einsatz für die USA am vergangenen Wochenende in Prag beim Davis Cup war zwar löblich, mit den beiden Niederlagen gegen Jiri Lehecka und Jakub Mensik aber auch ein wenig ernüchternd nach der großen Sause bei den US Open, wo Shelton ja bis ins Finale gekommen war.
Die eine ganz große Story fehlt diesmal also. Andererseits gibt es ja auch Debütanten wie Alexander Bublik, der immer für spielerische Schmankerl gut ist. Und das Londoner Tennis-Publikum wird seinen Beitrag leisten - auch wenn eine Wiederholung von 2022 nicht möglich sein wird.
