Laver Cup: Alexander Zverev spürt seinen neuen Status
Alexander Zverev spürt beim Laver Cup im Kreis der Tenniselite seinen neuen Status. Der soll nach dem Spaßevent auch in der Weltrangliste sichtbar werden.
von SID
zuletzt bearbeitet:
24.09.2026, 15:19 Uhr

Das Klassentreffen der Tenniselite ging für Alexander Zverev gut los. Kein Geringerer als Carlos Alcaraz holte zum Ritterschlag aus für den Sieger der French und US Open. "Er ist wahrscheinlich gerade der beste Spieler der Welt", sagte Alcaraz vor dem Start des Laver Cup. Zverevs Standing in der Riege der Stars hat sich deutlich verändert.
Erstmals ist der 29 Jahre alte Hamburger als Grand-Slam-Sieger zu dem Showevent angereist - und dann direkt als zweimaliger Major-Champion. Entsprechend gelöst gab sich die deutsche Nummer eins beim Shooting im schicken Anzug am Old Naval College an der Themse und den weiteren Presseterminen, die das Teamevent umgeben. "Ich liebe den Laver Cup", sagte Zverev zur Veranstaltung von Freitag bis Sonntag, die er ohne jeglichen Druck genießen kann.
Zverev rückte Sinner auf die Pelle
Ernst wird es für den Weltranglistenzweiten erst danach wieder, wenn er ein weiteres ganz großes Ziel in diesem Jahr angreift: Die Nummer eins der Welt. Zverev ist durch seine großen Erfolge in diesem Sommer - in Wimbledon war er ja auch noch im Finale - Jannik Sinner bis auf 1810 Punkte auf die Pelle gerückt. Und der Südtiroler hat in den verbleibenden zwei Monaten der Saison deutlich mehr Punkte zu verteidigen.
Schon beim Masters in Shanghai im Oktober, wo beide im vergangenen Jahr bereits in der dritten Runde scheiterten, könnte es interessant werden. Dies gilt auch für das Masters in Paris und die ATP Finals in Turin. "Er hat jetzt eine Riesenchance", sagte Boris Becker, der als bislang einziger Deutscher das ATP-Ranking anführte, zuletzt in seinem Podcast.
Lange Geschichte beim Laver Cup
Doch zunächst einmal will Zverev nach dem Einzug mit der DTB-Auswahl in die Davis-Cup-Finalrunde auch beim Laver Cup erfolgreich sein. Sinner ist nicht am Start, den deutschen Topspieler verbindet aber eine jahrelange Geschichte mit dem von Roger Federer initiierten Duell zwischen dem "Team Europa" und "Team Welt". "Ich war ein Teil von allen europäischen Mannschaften, die den Laver Cup geholt haben", sagte Zverev. Seit dem Startjahr 2017 war er nur 2022 und 2023 nicht dabei.
Zu Beginn nahm Zverev dabei noch ein Stück weit die Rolle des Lehrlings der Großmeister Federer und Rafael Nadal ein. Mittlerweile ist sein Status ein ganz anderer - nicht zuletzt durch die hocherfolgreiche Saison mit den großen Highlights in Paris und New York. Das sieht auch Alcaraz so.
