Laver Cup: Der „Demon“ ist für Zverev nur im Team ein Problem
In Team-Wettbewerben schneidet Alex de Minaur gegen Alexander Zverev erstaunlich gut ab - uf der ATP-Tour eher nicht. Wie auch nicht gegen Carlos Alcaraz oder Jannik Sinner.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
26.09.2026, 19:22 Uhr

Um der Wahrheit Ehre zu geben: Das allererste Treffen zwischen Alexander Zverev und Alex de Minaur hat 2018 im Davis Cup stattgefunden. Und eben das hat Zverev knapp im Tiebreak des fünften Satzes (those were the days!) gewonnen. Seitdem hat sich allerdings ein schizophrenes Bild entwickelt: Auf der ATP-Tour lässt Sascha gegen den Demon nichts anbrennen, hat alle sieben Matches gewonnen.
In den Team-Wettbewerben aber hat der Australier nun schon zum vierten Mal in Folge Alexander Zverev besiegt. Begonnen hat diese Serie 2020 beim ATP Cup, vier Jahre später schlug de Minaur Zverev beim nachfolgenden United Cup. Und mit dem 2:6, 7:6 (5) und 11:9 am gestrigen Samstag in London stehen nun schon zwei Siege von de Minaur gegen Zverev beim Laver Cup zu Buche. Im vergangenen Jahr war ihm ein solcher in San Francisco gelungen.
De Minaur gegen Alcaraz und Sinner noch sieglos
Wird dieser Umstand Alexander Zverev schlaflose Nächte bereiten? Wohl kaum. Zum einen, weil er ATP bzw. United Cup als lockeren Einstieg in die jeweilige Saison genutzt hat. Und der Laver Cup ist und bleibt halt nur ein mehr oder minder unterhaltsamer Schaukampf. Auch wenn die ATP die Ergebnisse von eben dort in ihre offizielle Statistik eingpflegt.
Alex de Minaur wird das vielleicht begrüßen, das Head-to-Head gegen Zverev schaut mit 4:8 nun gar nicht mehr so übel aus. Aber wichtiger wäre es dem 27-Jährigen aus Sydney wohl, wenn er gegen die ganz Großen der Branche endlich auch mal bei jenen Turnieren zuschlagen würde, bei denen die Hauptpreise oder zumindest ehrliche ATP-Punkte vergeben werden. Da sieht es etwa gegen Carlos Alcaraz mit 0:6 schlecht aus. Und gegen Jannik Sinner mit 0:13 nachgerade verheerend.
