Madrid-Siegerin Kostyuk zieht raus: Traum von Rom geplatzt

Marta Kostyuk zieht nach dem Masters-Sieg in Madrid, den größten Erfolg ihrer Karriere, die Notbremse. Eine Hüftverletzung zwingt die Ukrainerin zum unerwarteten Rückzug aus Rom.

von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet: 05.05.2026, 19:01 Uhr

Marta Kostyuk brillierte zuletzt in Madrid
© Getty Images
Marta Kostyuk brillierte zuletzt in Madrid

Noch vor wenigen Tagen hatte Marta Kostyuk mit dem Sieg über Mirra Andreeva im Finale von Madrid ihren bislang größten Titel gefeiert. Der Triumph wurde als Durchbruch gefeiert, sie selbst sprach von einem „Traum, der in Erfüllung ging“. Doch der körperliche Preis der intensiven Wochen machte sich mittlerweile wohl bemerkbar.

Hüfte und Sprunggelenk betroffen

In einem emotionalen Statement erklärte die Ukrainerin, dass eine leichte Hüftverletzung in Kombination mit noch nicht vollständig ausgeheilten Sprunggelenksproblemen den Start in Rom unmöglich mache. Die Entscheidung sei bewusst gefallen, um kein langfristiges Risiko einzugehen, auch wenn der Zeitpunkt nach der besten Phase ihrer Karriere besonders bitter sei.

Fokus auf Paris

Die Absage trifft Kostyuk auch sportlich, da sie im Vorjahr im Foro Italico bis ins Achtelfinale gekommen war und damit 215 Punkte zu verteidigen hätte. Diese Punkte fallen nun weg, was Auswirkungen auf ihre Position im WTA-Ranking haben könnte. Dennoch bleibt sie vorerst vor Spielerinnen wie Naomi Osaka platziert.

Frust und Dankbarkeit zugleich

Trotz der Enttäuschung richtete Kostyuk Worte an ihre Fans und betonte ihre Verbundenheit mit Rom. Gleichzeitig richtet sie ihren Fokus bereits klar auf Roland Garros, wo sie wieder voll angreifen will. Dass sie zuvor in Madrid selbst zugab, sich noch gar nicht mit Paris beschäftigt zu haben, wirkt im Rückblick wie ein kurzer Moment sportlicher Leichtigkeit vor dem körperlichen Stopp.

Diskussionen um Verhalten nach dem Finale

Parallel zur Verletzung sorgt ein anderes Thema für Diskussionen: Kostyuks Verhalten nach dem Madrid-Finalerfolg über Mirra Andreeva. Der fehlende Handschlag und das konsequente Übergehen der Gegnerin in der Siegesrede sorgten bei Teilen der Fans für Kritik. Zwischen sportlicher Rivalität und politischer Belastung klafft damit weiterhin eine große Lücke.

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von Isabella Walser-Bürgler

Dienstag
05.05.2026, 21:17 Uhr
zuletzt bearbeitet: 05.05.2026, 19:01 Uhr

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