Marin Cilic: "Gesundheit der ATP-Tour" so gut wie lange nicht mehr

Marin Cilic hat sich in einem Interview äußerst positiv über den aktuellen Zustand des Herren-Tennis geäußert. Wenn der Spielbetrieb ​​​​​​wieder aufgenommen wird, sei das Produkt der ATP-Tour so stark wie seit vielen Jahren nicht mehr.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 23.05.2020, 09:37 Uhr

"Die Gesundheit des Tennis hat sich in den letzten zwölf bis 18 Monaten stetig verbessert", sagte Cilic, der vor allem den "Mix mit der jüngeren Generation" als Rezept für den Erfolg sieht, gegenüber Reuters. "Es gibt jetzt mindestens zehn Typen die vielversprechend und wirklich stark sind. Sie zeigen ihr Potenzial auch bei den großen Turnieren. Und es gibt ja noch immer die ältere Generation."

Der 31 Jahre alte Kroate schaffte es in den letzten Saisons als einer der wenigen Spieler, Roger Federer, Rafael Nadal, Novak Djokovic und Andy Murray einen Grand-Slam-Titel strittig zu machen. Im Jahr 2014 gewann er die US Open, im Finale setzte er sich gegen Kei Nishikori durch.

"Ich denke, dass die Tennis Tour derzeit sehr stark dasteht. Der Wettkampf ist wieder auf einem Level wie in der Zeit von 2008 bis 2010, als wir wirklich eine Menge an großen Namen im Sport hatten", sagte Cilic.

Marin Cilic: Grand Slams sollen Geld besser verteilen

Aktuell liegt der 1,98-Meter-Mann auf Platz 37 im ATP-Ranking. Bei den Australian Open im vergangenen Januar musste er erstmals seit sechs Jahren als Ungesetzter in ein Grand-Slam-Turnier gehen. "Ich glaube nach wie vor dass an der Weltspitze Platz für mich ist, aber ich muss ihn mir verdienen", sagte Cilic, die ehemalige Nummer drei der Welt. In den nächsten Jahren traue er sich zu, sich unter den zehn bis 15 besten Spielern der Welt zu etablieren.

Durch die Coronavirus-Pandemie wurde sein Weg zurück an die Spitze unterbrochen. Während Cilic in seiner Karriere bereits knapp 28 Millionen US-Dollar verdiente, machte er sich Gedanken über jene Spieler, die im Alltag von den Preisgeldern bei Turnieren abhängig sind.

"Tennis ist eine der größten Sportarten weltweit, aber trotzdem können nur rund 250 Spieler davon leben. Speziell die Grand Slams müssen ausreichend an Mitteln für die schlechter platzierten Spieler und kleinere Turnier bereitstellen. Ich denke, Geld gäbe es genug", sagte der 18-fache ATP-Turniersieger.

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Samstag
23.05.2020, 12:40 Uhr
zuletzt bearbeitet: 23.05.2020, 09:37 Uhr