Mirra Andreeva will es künftig offensiver angehen
Nach ihrem Triumph bei den French Open musste Mirra Andreeva in Wimbledon bereits in der zweiten Runde die Segel streichen. Abhilfe diesbezüglich soll ein verbessertes Volley-Spiel schaffen, das die Russin künftig anstrebt.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
30.07.2026, 14:49 Uhr

Einen mehr als kompetenten Ansprechpartner hatte Mirra Andreeva mit der Zweitrunden-Niederlage von Wimbledon gegen die ehemalige Siegerin Barbora Krejcikova im Gepäck beim Podcast „Served with Andy Roddick“, schließlich konnte sich der US-Amerikaner in seiner Karriere insgesamt dreimal bis ins Endspiel an der Church Road durchspielen.
Selbstreflektiert lieferte die French-Open-Siegerin den Hauptansatzpunkt selbst: „Ich möchte unbedingt meine Volleys verbessern. Deshalb versuche ich auch, das in Einzelmatches öfter einzubauen, um mich einfach zu zwingen, ans Netz zu gehen und zu schauen, wie es läuft.“
Das Potenzial hierfür sieht die 19-Jährige bei sich gegeben: „Ich würde nicht sagen, dass ich darin besonders schlecht bin, aber es fehlt mir einfach etwas an Selbstvertrauen. Manchmal sage ich mir: ‚Okay, mach es einfach.‘ Ich spiele vielleicht einmal Serve-and-Volley und schaue was passiert. Manchmal klappt das gut, manchmal nicht. Aber genau diesen Teil meines Spiels möchte ich wirklich verbessern.“
Bislang sieht die sechsfache Tour-Titelträgerin ihre Ausrichtung noch etwas zu passiv: „Ich möchte mehr Punkte am Netz abschließen und etwas aggressiver spielen, denn mein Spielstil ist, würde ich sagen, eher defensiv geprägt. Es wäre toll, wenn ich mehr Chancen nutzen würde, um ins Feld zu gehen und den Punkt am Netz zu beenden – oder vielleicht auch einen druckvolleren Aufschlag einzusetzen.
Die nächste Beweisprobe steht für die Weltranglisten-5. beim WTA-1000er Event im kanadischen Toronto auf dem Programm, wo sie ihr Hartplatz-Debüt beim diesjährigen US-Open-Swing geben wird.
