Nicht mal Top 15: Brad Gilbert sieht Alcaraz und Sinner noch nicht unter den Allzeitgrößen
Geht es nach Coach-Legende Brad Gilbert, müssen Carlos Alcaraz und Jannik Sinner noch weitere Grand Slam-Titel zu ihrer Vita hinzufügen, um im gleichen Atemzug mit den Allzeitgrößen genannt zu werden.
von Clemens Engert
zuletzt bearbeitet:
17.07.2026, 20:14 Uhr

In einem Interview mit dem "Tennis Channel" präsentierte Gilbert seine persönlichen All-Time-Top 15. Zumindest an den Top sechs gibt es nicht allzu viel zu rütteln - wenn man auch die genaue Reihung debattieren könnte. "Die Nummer eins ist natürlich Novak Djokovic, gefolgt von Rafael Nadal, Roger Federer, Pete Sampras, Björn Borg und Rod Laver“, meinte der 64-Jährige, der selbst Legenden wie Andre Agassi, Andy Roddick und Andy Murray betreute.
Ab Platz sieben gebe es jedoch Diskussionsbedarf, räumte der US-Amerikaner selbst ein. "Die Plätze sieben bis zehn sind schwer zu besetzen, aber (...) ich sehe Andre Agassi auf Platz sieben, John McEnroe aufgrund seiner unglaublichen Doppelbilanz auf Platz acht, Jimmy Connors auf Platz neun und Ivan Lendl auf Platz zehn“, erklärte Gilbert.
“Acht bis zehn Grand Slam-Titel”
Auch Top 15 Die derzeitigen Ausnahmekönner Carlos Alcaraz und Jannik Sinner habe er bewusst nicht inkludiert, so der 64-Jährige. Die Begründung? Der Spanier und der Südtiroler hätten noch nicht genügend Grand Slam-Turniere gewonnen, um in diese Reihung mit aufgenommen zu werden. Derzeit reiche es für Alcaraz (sieben Major-Titel) und Sinner (fünf Major-Titel) noch nicht mal für die All-Time-Top 15: „Mats Wilander, Stefan Edberg, Boris Becker, Ken Rosewall, John Newcombe … viele Spieler, die für mich zu den ersten 15 gehören“, nennt Gilbert weitere Namen, die er derzeit noch vor Sinner und Alcaraz sieht.
Sollten die beiden derzeitigen Branchenbesten weitere große Titel einheimsen, wären sie allerdings auch in Gilberts Augen Kandidaten für diesen illustren Kreis. „Sobald beide acht oder zehn Grand-Slam-Titel gewinnen und eine erfolgreiche Karriere vorweisen können, werden sie in der Rangliste aufsteigen. Sollten sie dies jedoch nicht tun, sollte keiner von ihnen weitere Erfolge erzielen, kann ich sie nicht in die Liste aufnehmen“, setzt der ehemalige Weltranglisten-Vierte strenge Kriterien.
Sollten Sinner und (der derzeit rekonvaleszente) Alcaraz allerdings in den nächsten Jahren auch nur annähernd so dominant agieren wie zuletzt, werden sie wohl auch in Gilberts Rangliste bald unaufhaltsam nach oben klettern.
