(Noch mehr) Schatten über dem Six Kings Slam

Mitte Oktober werden also wieder sechs Top-Spieler um enorme Summen Geld beim Six Kings Slam in Riad aufschlagen. Wenn die Weltpolitik denn mitspielt.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 23.09.2026, 08:16 Uhr

Der Six Kings Slam 2026 steht möglicherweise unter keinem guten Stern
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Der Six Kings Slam 2026 steht möglicherweise unter keinem guten Stern

Das Einladungsturnier „Six Kings Slam“ als entbehrlich zu bezeichnen, diese Einschätzung kann selbstredend nur von Neidern kommen, die den dort vertretenen sechs Weltklassespielern (in diesem Jahr werden es Jannik Sinner, Alexander Zverev, Carlos Alcaraz, Novak Djokovic, Taylor Fritz und Alex de Minaur sein) das kleine Zubrot zum Weihnachtsgeld nicht gönnen. Dem Vernehmen nach ist ja schon der Antritt 1,5 Millionen US Dollar wert.

Und das mitten während der ATP-Saison nach dem ATP-Masters-1000-Turnier in Shanghai und vor den beiden 500ern in Wien und Basel. Dass das bei der ATP keine Freudentränen generiert, ist klar. Aber was will man machen? Den genannten Profis eine Sperre für die folgenden Events aufdrücken? Das würde ja das eigene Produkt schädigen. 

Saudi-Arabien hat das Formel-1-Wochenende abgesagt

Dass es sich um „Sports Washing“ vom Feinsten handelt, damit hat man sich, soweit Interesse am Tennis besteht, offenbar abgefunden. Menschenrechte hin oder her, Hauptsache, der Dollar rollt.

Allerdings: Sportveranstaltungen in der Golf-Region sind im Moment eher schwierig zu planen. In Saudi-Arabien wurde Mitte April ja der Formel-1-Grand-Prix abgesagt, in Katar überlegt man sich einen ähnlichen Schritt. Zumal sich die weltpolitische Lage ja keineswegs entspannt hat. Es liegt also ein weiterer Schatten über den Six Kings in Riad.

von Jens Huiber

Mittwoch
23.09.2026, 16:40 Uhr
zuletzt bearbeitet: 23.09.2026, 08:16 Uhr