Novak Djokovic: "Wollte zu jemandem werden, der ich nicht bin"
Novak Djokovic war zu Beginn seiner Karriere als Scherzkeks bekannt - als “Djoker”. Nicht zuletzt dank seiner Kollegen-Imitationen. Warum aber hat er damit aufgehört?
von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet:
24.09.2026, 09:41 Uhr

Ist das wirklich schon 19 Jahre her? Ja - aber ihr erinnert euch sicher noch, als Novak Djokovic der Komiker der Tour war.
2007 gelangte erstmals ein Video an die Öffentlichkeit, in dem der junge Djoker in der Umkleidekabine der US Open seine Kollegen imitierte: von Andy Roddick, Filippo Volandri, Rafael Nadal über Maria Sharapova bis hin zu Roger Federer.
Vorführungen, die er kurze Zeit später auch auf den großen Courts der Welt zum Besten gab, auf vielfachen Wunsch. Und unter großem Applaus.
Dann aber war Schluss damit. Djokovic wurde seriös - und zum gefürchteten Gegner. Hat er deswegen damit aufgehört? Um die Sache ernsthafter anzugehen? Offenbar nicht. So zumindest lässt es sein Auftritt in der Show Cold As Balls von Kevin Hart erahnen.
Djokovic: “Wollte dazugehören und den Leuten gefallen”
“Ich habe damit aufgehört, weil ich dazugehören und den Leuten gefallen wollte. Ich wollte zu jemandem werden, der ich nicht bin. Ich wollte, dass die Menschen mich mögen”, erklärte der Djoker hier. Denn einigen Kollegen hätten seine Vorführungen nicht zugesagt.
Dann aber habe er realisiert: “Verdammte Axt, ich muss so sein, wie ich bin.” Dieser Rat sei einer der besten gewesen, die er je bekommen habe. “Sei, wer du bist. In einem Individualsport wirst du durch deine Fähigkeiten herausstechen, aber auch durch deine Persönlichkeit.” Er werde nur eine lange, eine erfolgreiche Karriere haben, wenn er diese Verbindung mit anderen Menschen habe - aber das klappe nur, wenn diese erkennen, wer er wirklich sei.
Wahre Worte. Und immerhin: Das Imitieren gänzlich aufgegeben hat Djokovic ja nicht. Wie man noch vor ein paar Jahren bei einer Trainingseinheit der US Open bestaunen konnte.
