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Nur gewonnen, weil Sinner und Alcaraz fehlten? Zverevs Bruder platzt der Kragen

Alexander Zverev hat 2026 zwei Grand-Slam-Titel gewonnen. Viele meinen, der Deutsche habe davon profitiert, dass Jannik Sinner und Carlos Alcaraz bei seinen Triumphzügen nicht gemeinsam im Weg standen. Sein Bruder Mischa Zverev hat für diese Kritik wenig Verständnis.

von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet: 22.09.2026, 21:27 Uhr

Alexander Zverev (li.) mit Bruder Mischa (re.)
© Getty Images
Alexander Zverev (li.) mit Bruder Mischa (re.)

Bei den French Open 2026 holte Alexander Zverev seinen ersten Grand-Slam-Titel, nachdem er im Finale Flavio Cobolli bezwungen hatte. In Wimbledon erreichte der Deutsche ebenfalls das Endspiel, musste sich dort allerdings Jannik Sinner geschlagen geben.

Bei den US Open folgte dann der zweite große Coup der Saison. Statt auf Carlos Alcaraz traf er im Finale auf US-Shooting Star Ben Shelton. Somit fehlte sowohl in Paris als auch in New York jeweils einer der beiden Topstars Sinner und Alcaraz. Daraus entwickelten viele Tennisbeobachter die These, Zverev hätte seine beiden Major-Titel nur deshalb holen können, weil die zwei besten Spieler der Welt jeweils gefehlt hätten.

Mischa Zverev: „Warum waren sie nicht da?“

Mischa Zverev hält diesen Einwand für wenig überzeugend. Im Gespräch mit Sport1 verwies der ältere Bruder darauf, dass Sinner und Alcaraz nicht freiwillig auf die Turniere verzichtet hätten: „Warum waren sie nicht da? Weil sie verletzt waren.“

Seine Argumentation geht allerdings noch weiter. Verletzungen seien auch eine Folge davon, dass Spieler ihren Körper zu stark belasteten oder nicht ausreichend pausierten. Wer wie Alcaraz in Paris oder Sinner in New York wegen einer Verletzung fehle, könne diesen Umstand deshalb nicht nachträglich dem Sieger anlasten.

„Dann beschwert man sich über die Farbe der Socken“

Für Mischa Zverev gehört die nachträgliche Relativierung großer Siege offenbar zum Geschäft. Er verglich die Diskussion mit einer Situation, in der ein Spieler ein Grand-Slam-Turnier gewinnt und anschließend jemand die Farbe seiner Socken kritisiert.

Sein Punkt: Nach einem Erfolg werde es immer jemanden geben, dem irgendetwas daran nicht gefalle. Auf Zverevs Saison bezogen bedeutet das: Zwei Grand-Slam-Titel stehen unabhängig davon in seiner Bilanz, wer bei den jeweiligen Turnieren angetreten ist.

Zverev antwortet auf dem Platz

Alexander Zverev selbst hat nach seinem US-Open-Triumph bereits die nächste Aufgabe erfolgreich in Angriff genommen. Beim Davis Cup trat der Weltranglistenzweite für Deutschland an und gewann seine beiden Einzel gegen Matej Dodig mit 6:4, 7:6(3) sowie gegen Dino Prizmic mit 6:2, 6:4.

Deutschland setzte sich gegen Kroatien insgesamt mit 3:1 durch und löste damit das Ticket für das Final-8-Turnier im November. Dort wartet Großbritannien.

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von Isabella Walser-Bürgler

Mittwoch
23.09.2026, 08:01 Uhr
zuletzt bearbeitet: 22.09.2026, 21:27 Uhr

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