Ob US Open oder Davis Cup: Nadelstreif is back!
Mode passiert in Zyklen. Das trifft selbstredend auch auf den Tennissport zu.
von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet:
18.09.2026, 18:35 Uhr

Wenn man in New York City in „Pinstripes“ beim Sport erwischt wird, dann trägt man wahrscheinlich ein Trikot der New York Yankees. Der Nadelstreif ist bei der erfolgreichsten und wohl bekanntesten Baseball-Franchise bei den Heim-Jerseys eine über mehr als ein Jahrhundert lang gepflegte Tradition.
Ob Alexander Zverev das gewusst hat, als er nach seinem Triumph bei den US Open ebenfalls im Nadelstreif einige Termine bestritten hat? Es hat den gebürtigen Hamburger jedenfalls geziert, auch in der langen Variante mit Hose.

Und wenn man nun dieser Tage beim Davis Cup in Wien zu Gast ist, dann tritt das österreichische Team in weißen Shirts mit schwarzen Pinstripes auf. Dass sich die Ausrüster von Zverev (adidas) und des ÖTV (iflo) abgesprochen haben: unwahrscheinlich. Dass man nun wieder hauchdünne Streifen beim Sport trägt: fantastisch. Ältere Tennisfans werden sich erinnern: Björn Borg hat darin in den 1980ern in Wimbledon reüssiert.
Was kommt als nächstes? Der Nike-Look der 1990er-Jahre von Andre Agassi hat ja vor nicht allzu langer Zeit ein Revival gefeiert. Vielleicht werden die Hosen ja wieder kürzer. Oder die Spieler trotzen frühsommerlichen Temperaturen mit gestrickten, ärmellosen Pullis wie einst Boris Becker. Erlaubt ist, was gefällt.
