Padel: Austrian Padel Union kontert Vorwürfe

Der Padel-Sport wächst auch in Österreich rasant. Auf Verbandsebene konkurrieren allerdings die Austrian Padel Union und der Österreichische Padel Verband.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 17.08.2022, 08:12 Uhr

David Alten und Christoph Krenn bei den Vienna Padel Open im Frühjahr 2022
© GEPA Pictures
David Alten und Christoph Krenn bei den Vienna Padel Open im Frühjahr 2022

Es geht ordentlich zur Sache im österreichischen Padel-Sport. Am 14. und 15. August veranstaltete der Österreichische Padel Verband (ÖPV) im La Ville in Wien die nationalen Meisterschaften. Vom 02.09. bis zum 04.09 wird nun die Austrian Padel Union in St. Pölten ihrerseits den österreichischen Meister küren. Allerdings sind zu diesen Wettkämpfen nicht alle SpielerInnen zugelassen. tennisnet hat darüber berichtet.

Dieser Umstand wird auch von der Austrian Padel Union bestätigt. Allerdings: Gegen den Grundtenor des Artikels gibt es von Seiten der APU dezidiert Einspruch. Christian Ludwig, selbst aktiver Padelspieler und Vizepräsident bei der APU, weist in einer Mail an tennisnet darauf hin, dass die Anzahl der von der APU veranstalteten Turniere um ein Vielfaches höher sei als jene des ÖPV. Die APU sei der größere Verband und die eigentliche treibende Kraft, was das Wachstum des Padelsports in Österreich anbelangt. Was sich auch an der Anzahl der in den beiden Verbänden organisierten Vereine und SpielerInnen zeige.

Der Padel-Sport braucht Förderung

Auch die beiden besten Spieler Österreichs. Christoph Krenn und David Alten, die in diesem Jahr bei den Vienna Padel Open erstmals an einem Turnier der der World Padel Tour teilgenommen haben, spielen bei der APU. Nicht nur das: Alten und Krenn werden auf der Homepage der APU auch im erweiterten Team als Berater (Alten) bzw. zuständig für den Anlagenbau (Krenn) angeführt.

Für eine Verbesserung der Infrastruktur bedürfe es auch und vor allem Förderungen. Wofür wiederum die Anerkennung von Padel als Sportart durch die Bundessport Organisation (BSO) eine Voraussetzung ist. Die APU erfülle im Grunde alle Anforderungen dafür, lediglich eine einzige liege noch beim ÖPV, so Ludwig weiter. Ein nochmaliges Treffen zwischen der BSO, der APU und dem ÖPV sei aber aufgrund der Absage letzterer nicht zustande gekommen.

von Jens Huiber

Mittwoch
17.08.2022, 13:11 Uhr
zuletzt bearbeitet: 17.08.2022, 08:12 Uhr