Preisgeld-Debatte: Patrick Mouratoglou hält Verteilung für skandalös
In die laufende Preisgeld-Debatte um die Grand-Slam-Turniere hat sich nun auch Patrick Mouratoglou eingeschaltet. Der Starcoach denkt dabei aber mehr an die Spieler, die nicht so im Rampenlicht stehen und fordert eine bessere Verteilung.
von Daniel Hofmann
zuletzt bearbeitet:
11.05.2026, 12:33 Uhr

Mit der Debatte um die Preisgelder bei den Grand Slams haben Topsieler wie Aryna Sabalenka und Jannik Sinner eine breite Debatte unter Spielern, Funktionären und Fans ausgelöst. Die Topspieler fordern einen höheren Anteil der Umsätze, die die großen Events erwirtschaften. Bei den French Open sinkt der Preisgeldanteil in diesem Jahr beispielsweise auf 14,9 Prozent.
Patrick Mouratoglou, wie gewohnt nie um ein Wort verlegen, pflichtet via Instagram den Profis bei. Die Preisgelder müssen gemessen an den Umsätzen der Veranstalter deutlich steigen, das sieht auch der Franzose so. Doch Mouratoglou denkt dabei nicht an mehr Geld für die Siegerin oder den Sieger, sondern an bessere Preisgelder für die Profis weiter hinten in den Rankings: “Es ist nicht normal, dass ein Spieler um Platz 150 des Rankings seinen Lebensunterhalt nicht davon bestreiten kann. Das ist ein kompletter Skandal.”
87.000 Euro in erster Runde von Roland-Garros
Es ist nicht schwer zu erkennen, dass Patrick Mouratoglou damit ein wichtiges Thema anspricht und die Debatte in eine andere Richtung lenken will. “Der Gewinner in Roland-Garros bekommt in diesem Jahr 2,8 Millionen Euro. Die Verlierer der ersten Runde 87.000 Euro. Für die Fans ist es schwer zu verstehen, dass die Spieler mehr Geld möchten.”
Richtig, denn 87.000 Euro klingt erstmal nach einem guten Salär. Doch dabei ist zu bedenken, dass diese Spieler oftmals mit diesen Preisgeldern nahezu den Großteil ihres Jahreseinkommens verdienen. Auf kleineren Turnieren, wie der Challenger Tour, sind diese Summen oftmals das Gesamtpreisgeld, dass sich alle Spieler teilen, Doppel inklusive.
Der teure Lebenstil eines Tennisprofis, bedingt durch viele Reisen und eigenem Staff, ist so schwer zu finanzieren. Patrick Mouratoglou legt den Finger also in die richtige Wunde. Mehr Preisgeld für alle!
