Jannik Sinner über Grand-Slam-Preisgeld: "Es geht um Respekt"
Jannik Sinner hat sich in Rom zur Preisgeld-Politik der French Open geäußert.
von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet:
08.05.2026, 14:09 Uhr

Das Thema Preisgeldverteilung - es ist ein vorherrschendes aktuell im Tennis-Politikbereich. Zum Hintergrund: Vor Kurzem wurde bekannt, dass die Topspieler in einem gemeinsamen Brief ihren Unmut über ihre Beteiligung am Umsatz der French Open kundgetan hatten.
Der Vorwurf: Die Einnahmen des Turniers steigen, der Anteil der Preisgelder sinke - in 2026 wohl auf 14,9 Prozent.
Nun muss man sich als Fan sicher nicht um das Auskommen der Teilnehmenden sorgen: Die Gewinner erhalten in 2026 stolze 2,8 Millionen Euro, für ein Aus in Runde 1 gibt's ebenfalls schöne 87.000 Euro. Und damit deutlich mehr als noch vor einigen Jahren. Aber es geht eben um den Anteil am Kuchen. Und ohne Spieler kein Turnier.
"Es geht mehr um den Respekt", sagte also Jannik Sinner zum Thema in Rom. “Ich denke, wir geben mehr als das, was wir zurückkriegen.”
Dabei gehe es nicht nur um die Topspieler, “sondern um alle”. Die Top 10 der Frauen und Herren hätten daher einen Brief geschrieben, “und es ist nicht schön, dass wir nach einem Jahr nicht mal annähernd dran sind, eine Lösung zu finden, was wir erhalten wollen", so der Weltranglisten-Erste.
Er glaube, so Sinner weiter, dass wenn Sporler in anderen Sportarten so eine Art Brief schreiben würden, sie nicht nur innerhalb von 48 Stunden eine Antwort erhalten würden, sondern auch ein Meeting.
NBA-Spieler kriegen 51 Prozent der Einnahmen
Die Spieler seien dahingehend auch enttäuscht über Roland-Garros. In den kommenden Wochen würde man ja auch informiert werden, wie die Preisgeldverteilung in Wimbledon aussehe. “Wir hoffen sehr, dass es besser sein wird.” Ebenso bei den US Open.
Interessant und spannend zur Einordnung des Ganzen eine Grafik des Tennis Channel in den USA, was Akteure aus anderen US-Profisportarten erhalten. Sie bekommen Spieler der NBA (Basketball) 51 Prozent, der NHL(Eishockey) und MLB (Baseball) 50 Prozent und der NFL (Football) 48,5 Prozent der Einkünfte. Und damit eben deutlich mehr als man in Paris bereit ist zu zahlen - dort sind es eben jene 14,9 Prozent.
