Reilly Opelka hinterfragt die ATP: Es braucht die PTPA

Reilly Opelka hat sich in einem Interview positiv über die Pläne der Professional Tennis Players Association (PTPA) geäußert. Mit der Spielergewerkschaft sollen die Interessen der Athleten in den Vordergrund rücken. Einen offiziellen Status hat die PTPA bisher noch nicht. 

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 30.12.2020, 18:09 Uhr

"Wir brauchen unbedingt eine Gewerkschaft. Vor allem die Interessenskonflikte in der Struktur der ATP sind der Wahnsinn", sagte Opelka im Podcast Behind The Racquet. Opelka sprach konkret über die Rolle von Dominic Thiems Manager Herwig Straka: "Du kannst nicht im ATP Board sein, aber gleichzeitig Turnierdirektor und Spielermanager sein. Das darf absolut nicht passieren."

Der 23-Jährige zeigte sich enttäuscht über den "Konzern" ATP, er hinterfragte den Vorstand und bezeichnete ihn als starr. Die PTPA will diese Interessenskonflikte los werden.

"Dominic Thiems Manager hat ein Turnier in Österreichs. Wie kann er dann im Board der ATP sein, dort hat er nämlich eine Stimme über Themen wie etwa Preisgelder oder Antrittsgelder", sagte Opelka, stellte aber klar: "Ich bezweifle wirklich, dass er seine Rolle ausnützt. Er ist wirklich ein Guter. Aber der Fakt, dass er dort ist, wo er ist, fühlt sich falsch an."

Opelka betonte, "ein großer Fan" von Thiem zu sein und in keinster Weise ihn oder Straka kritisieren zu wollen. Vielmehr ist seine Kritik an den Aufbau des Profi-Tennisverbands gerichtet. "Es gibt noch viele weitere Beispiele", sagte Opelka. 

Die Zukunft der PTPA steht indessen weiter in den Sternen. Die Antreiber Novak Djokovic und Vasek Pospisil haben sich zunächst sogar wieder im ATP Spielerrat ins Spiel gebracht, landeten aber nicht im Team für die kommenden zwei Jahre

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Mittwoch
30.12.2020, 20:05 Uhr
zuletzt bearbeitet: 30.12.2020, 18:09 Uhr