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"Schlechte Verliererin": Sabalenka kassiert heftige Kritik für Schlägerwurf

Aryna Sabalenka ließ nach dem verlorenen US Open-Finale ihrer Enttäuschung freien Lauf. Dass sie ihren Schläger vor und nach dem Handshake mit der neuen Weltranglistenersten Elena Rybakina zertrümmerte, sorgt nun für Diskussionen.

von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet: 15.09.2026, 21:33 Uhr

Aryna Sabalenka zeigte sich im US Open-Finale frustriert
© Getty Images
Aryna Sabalenka zeigte sich im US Open-Finale frustriert

Das Finale gegen Elena Rybakina war für Aryna Sabalenkaeine einzige Achterbahnfahrt. Nach verlorenem ersten Satz kämpfte sich die Belarussin zurück und erzwang mit 7:5 den Entscheidungssatz. Dort aber verlor sie zunehmend die Kontrolle und reagierte immer gereizter (oder panischer) auf eigene Fehler.

Nach dem letzten Punkt war die Enttäuschung schließlich nicht mehr zu übersehen: Noch bevor sie ans Netz ging, schleuderte Sabalenka ihren Schläger zu Boden, den Rest erledigte sie nach dem Handshake. Für Rennae Stubbs, der Trainerin von Serena Williams, war das aber eindeutig der falsche Moment für einen Wutausbruch.

„Das ist unangenehm für die Gegnerin“

Stubbs kritisierte im Rennae Stubbs Tennis Podcast nicht grundsätzlich die Emotionalität von Sabalenka. Sie störte sich vielmehr daran, dass der Schläger unmittelbar vor der Gegnerin zu Boden ging. Rybakina habe in diesem Moment gar nicht wissen können, ob sie ausweichen müsse oder einfach weiter zum Handschlag gehen könne.

Für Stubbs ist das auch deshalb problematisch, weil es kein einmaliger Ausraster war. Bereits beim verlorenen Australian-Open-Finale 2025 gegen Madison Keys hatte Sabalenka ihren Schläger unmittelbar vor dem Handshake zerstört. Einzig nach der Niederlage gegen Coco Gauff im US-Open-Finale von 2023 hatte Sabalenka ihre Wut abseits des Platzes in ihrer Kabine an einem Schläger ausgelassen. Das sei laut Stubbs eine bessere Lösung gewesen, weil der Frust dadurch nicht den Triumphmoment der Siegerin überschattet habe.

Rick Macci nimmt Sabalenka in Schutz

Nicht alle sehen den Vorfall allerdings so kritisch wie Stubbs. Trainerikone Rick Macci etwa stellte sich hinter Sabalenka. Für ihn gehört der Schlägerbruch zu ihrer Persönlichkeit am Platz. Sabalenka selbst hatte nach dem Finale mehrfach erklärt, dass es für sie schwierig sei, ihre Emotionen in solchen Situationen zu kontrollieren.

Vier verlorene Grand-Slam-Finals in fünf Anläufen

Sportlich war die Niederlage für Sabalenka ohnehin ein schwerer Schlag. In New York wollte sie als erst dritte Spielerin der Open Era den US-Open-Titel dreimal in Folge gewinnen. Stattdessen musste sie Rybakina den Pokal überlassen und zudem ihre Spitzenposition in der Weltrangliste abgeben.

Noch schwerer wiegt die Bilanz der vergangenen Grand-Slam-Finale. Vier der letzten fünf hat Sabalenka verloren. Auch das Australian-Open-Endspiel dieses Jahres entschied Rybakina für sich. Seit 2022 beendet Sabalenka damit erstmals wieder eine Saison ohne Major-Titel.

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von Isabella Walser-Bürgler

Mittwoch
16.09.2026, 11:10 Uhr
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