Sinner zurück im Training: Erste Belastungsprobe in Monte Carlo
Jannik Sinner ist zurück – zumindest auf dem Trainingsplatz. Nach seiner wochenlangen Zwangspause wegen einer Knieverletzung greift der Weltranglistenerste in Monte Carlo wieder zum Schläger und arbeitet an seinem Comeback.
von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet:
15.09.2026, 18:46 Uhr

Jannik Sinner setzt die Segel. Nach dem Wimbledon-Finale am 12. Juli, das er gegen Alexander Zverev gewann, bestritt der Südtiroler kein einziges Match mehr. Eine Entzündung im rechten Knie zwang ihn zunächst zum Verzicht auf die nordamerikanische Hartplatzsaison und schließlich auch auf die US Open. Damit fehlte er erstmals seit Beginn seiner Profikarriere bei einem Grand-Slam-Turnier.
Die vergangenen Wochen verbrachte Sinner großteils im JMedical in Turin. Dort wurde das Knie behandelt, anschließend folgten Kraft-, Stabilisations- und Belastungstests. Die medizinische Phase ist inzwischen abgeschlossen. Nun geht es darum, herauszufinden, wie das Gelenk mit der wesentlich höheren Belastung am Platz zurechtkommt.
Monte Carlo als Trainingspflaster
Zurück in seiner Wahlheimat Monte Carlo hat Sinner nun das Tennistraining aufgenommen. Unter der Leitung seines Trainers Simone Vagnozzi arbeitet der 25-Jährige schrittweise wieder mit dem Schläger. Auch im Piatti Tennis Center stand er bereits auf dem Platz und trainierte unter anderem mit dem französischen Nachwuchsspieler Hugo Jathiere.
Comeback in Peking
Der nächste große Termin steht bereits im Kalender. Am 30. September beginnt in Peking das ATP-500-Turnier. Sinner steht auf der Entry List und ist dort Titelverteidiger. 2023 und 2025 holte er jeweils den Titel.
Ganz selbstverständlich ist seine Teilnahme allerdings noch nicht. Sinner und sein Team wollen kein Risiko eingehen. Dementsprechend entscheidet sich in den kommenden Tagen, ob Sinner sein Pensum weiter steigern kann oder ob er sein Comeback erneut verschieben muss.
Zverev kommt Sinner gefährlich nahe
Noch ein Detail macht die Rückkehr des Weltranglistenersten besonders interessant: Alexander Zverev hat den Abstand an der Spitze während Sinners Pause deutlich verkürzt. Der Deutsche gewann am vergangenen Sonntag die US Open und feierte damit seinen zweiten Grand-Slam-Triumph.
Für Sinner geht es deshalb im Herbst auch um wichtige Weltranglistenpunkte. Nach Peking peilt er aktuell unter anderem das Masters in Shanghai und das ATP-500-Turnier in Wien an.
