Zverev holt Titel bei den US Open - Vier-Satz-Sieg gegen Shelton
Alexander Zverev hat mit einem 6:3, 7:6 (2), 5:7 und 6:2 gegen Ben Shelton erstmals die US Open gewonnen. Für Zverev ist es das zweite Championat bei einem Major nach jenem bei den French Open im Frühjahr dieses Jahres.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
14.09.2026, 00:02 Uhr

Hier das Match zum Nachlesen im Liveticker.
2020 musste Alexander Zverev sein erstes Endspiel bei den US Open vor leeren Tribünen gegen Dominic Thiem absolvieren, sechs Jahre später hat der Deutsche mit einer blitzsauberen Leistung mehr als 23.000 Fans erneut zum Schweigen gebracht. Denn Zverev erteilte Ben Shelton beim 6:3, 7:6 (2), 5:7 und 6:2 beinahe eine Lehrstunde. Für den US-Amerikaner war es der erste Auftritt im Endspiel eines Majors.
Alexander Zverev dagegen ist nun bereits zweimaliger Champion eines der vier größten Turniere der Tenniswelt. Anfang Juni hatte er in Roland-garros den Bann gebrochen.
Das Match begann gleich nach dem Gusto des an Position eins gesetzten Deutschen - nämlich mit einem Break gegen einen Ben Shelton, dem man seine Nervosität anmerkte. Und der sein Glück nicht etwa am Netz versuchte wie Lorenzo Sonego, der als einziger Gegner nah an einem Sieg gegen Zverev bei diesen US Open 2026 dran war, sondern von der Grundlinie aus. In dieser Disziplin spielt Alexander Zverev allerdings in einer Liga mit Jannik Sinner und Carlos Alcaraz. Und dann kommt lange niemand.
Zverev im Tiebreak souverän
Durchgang zwei wurde im Tiebreak entschieden, aber auch in diesem Durchgang hatte Zverev keine einzige Breakchance abzuwehren. In der Kurzentscheidung ließ er dann überhaupt keine Zweifel über den Ausgang aufkommen.
Nach 2:17 Stunden Spielzeit war es dann doch noch so weit: Ben Shelton hatte seinen ersten Breakball überhaupt, Alexander Zverev feuerte drei erste Aufschläge hintereinander ins Feld, glich zum 3:3 im dritten Satz aus. Aber Ben Shelton variierte nun etwas besser - und nutzte eine kurze Schwächephase von Zverev zum 7:5.
Die US Boys müssen weiter warten
Wer gedacht hätte, dass das Momentum nun bei Ben Shelton läge, hatte sich getäuscht. Denn im allerersten Spiel des vierten Satzes verschenkte Shelton förmlich ein 30:0, Alexander Zverev nahm dankend an. Die endgültige Entscheidung gab es dann im siebenten Spiel, in dem Zverev seinem Gegner noch einmal dessen Aufschlag abnahm. Nach 3:33 Stunden war der sechste Sieg im sechsten Duell mit Shelton perfekt.
Für die amerikanischen Männer heißt es nach dieser Niederlage von Ben Shelton weiter warten. Denn Andy Roddick bleibt mit seinem Titel 2003 auch nach diesem Grand-Slam-Jahr der letzte Einzel-Champion aus de USA.
Hier das Einzel-Tableau bei den US Open 2026
