Ticketpreise bei den US Open: Nur Zverev war günstig
Die hohen Ticketpreise bei den US Open schlugen im Vorfeld hohe Wellen. Verrückt: Ausgerechnet zum Halbfinale von Alexander Zverev fielen die Preise.
von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet:
13.09.2026, 11:00 Uhr

Wenn man an den ersten Vorverkaufstagen der US Open im Mai einen Blick auf die offizielle Ticketbörse der US Open warf, war man kurz fassungslos. Die Tickets für die beiden Turnierwochen schienen quasi ausverkauft, nur noch welche über den Zweitmarkt waren erhältlich - zu horrenden Preisen: 300, 400 oder, für den ersten Samstag, mehr als 600 US-Dollar wurden hier alleine für einen Ground Pass aufgerufen, also ein Ticket für die Außenplätze. Bei einem eigentlichen Verkaufspreis von 65 US-Dollar.
Was war passiert? Offenbar hatten sich organisiere Gruppen und Bots den Löwenanteil am Erstverkauf gesichert, um sie teuer weiterzuverkaufen. Das Bittere: der US-Tennisverband USTA profitierte am Geschehen noch ordentlich, angeblich verdiente man einen siebenstelligen Betrag.
Während Ground Tickets bei den anderen Majors für umgerechnet 30 Euro (Australian Open) oder 39 Euro (French Open und Wimbledon) zu haben sind und damit recht günstig einen kompletten Tennistag ermöglichen, waren viele US-Fans plötzlich außen vor. Mit der Familie zu den US Open? Wäre mit immensen Kosten verbunden gewesen.
Wie es weitergeht in den kommenden Jahren? Fraglich. Die USTA will sich die Sache nach Turnierende zumindest anschauen.
Zverev gegen Khachanov für unter 20 US-Dollar
Verrückt allerdings: Ausgerechnet zum Halbfinale zwischen Alexander Zverev und Karen Khachanov purzelten die Preise. Tickets fürs Arthur Ashe Stadium waren hier plötzlich für weniger als 20 US-Dollar zu haben. Und damit günstiger als ein Becher “Honey Deuce”, das Kultgetränk der US Open.
Ob es an Zverevs nach wie vor begrenzter Popularität lag? Dem Duell gegen Khachanov, das bereits in der Vergangenheit wenig begeisterte, ob der doch ähnlichen, recht eintönigen Spielanlage? Oder dem erwarteten Ergebnis?
Eins ist immerhin klar: Das Finale zwischen Zverev und Lokalmatador Ben Shelton ist deutlich begehrter. Aktuell beträgt der günstigste Preis für einen Platz in luftiger Höhe 385 US-Dollar.
