"Schweigen ist Betrug": Svitolina und Co. fordern ATP, WTA und ITF auf, Antworten einzuholen

Die ukrainischen Tennisspielerinnen um Elina Svitolina fordern die Weltverbände auf, Antworten von russischen Spielerinnen und Spielern einzuholen.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 21.04.2022, 11:58 Uhr

Elina Svitolina
© Twitter
Elina Svitolina

"Schweigen im Angesicht von Ungerechtigkeit bedeutet Mittäterschaft mit dem Unterdrücker", zitieren die ukrainischen Topspielerinnen Elina Svitolina und Marta Kostyuk die Menschenrechtsaktivistin Ginetta Sagan in einer Aufforderung an WTA, ATP und ITF./

Mit dem Krieg von Russland in der Ukraine seien Millionen von Menschen heimatlos geworden, Millionen Kinder wüssten nun, wie Angst und Tod aussehe. "Das alles passiert jetzt, in der Mitte Europas", schreiben sie weiter.

Als Sportler im Leben der Öffentlichkeit trage man eine enorme Verantwortung, mit Postings und Meinungen in den sozialen Medien, die höhere Reichweiten generierten als regionales TV. Dennoch sei es auffällig, dass nur wenige russische und belarussische Spieler den Krieg erwähnen, dabei aber nie aussprechen würden, dass Russland und Belarus ihn in der Ukraine begonnen hätten. Dieses Schweigen sei nicht mehr tragbar.

"Wir fordern die WTA, ATP und ITF dazu auf, dass Spielerinnen und Spieler, die Russland oder Belarus vertreten, diese drei Fragen beantworten:
1. Unterstützt ihr die Invasion von Russland und Belarus in das Gebiet der Ukraine und als Folge den Krieg, den diese Länder begonnen haben?
2. Unterstützt ihr die militärischen Aktivitäten von Russland und Belarus in der Ukraine?
3. Unterstützt ihr Putins und Lukashenkos Regime?

Falls diese Fragen mit 'Ja' beantwortet werden, fordern wir dazu auf, russische und belarussische Athleten von der Teilnahme an internationalen Veranstaltungen auszuschließen, wie es Wimbledon schon getan hat."

Der All England Club hatte am Mittwoch bekannt gegeben, dass russische und belarussische Spielerinnen und Spieler nicht beim Wimbledonturnier - und den dazugehörigen Turnieren im Vorfeld - mitspielen dürfen.

Die ATP und WTA hatten die Entscheidung Wimbledon heftig kritisiert.

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Donnerstag
21.04.2022, 12:05 Uhr
zuletzt bearbeitet: 21.04.2022, 11:58 Uhr

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