Severin Lüthi - „Roger Federer lässt sich nicht stressen“

Severin Lüthi, langjähriger Begleiter Roger Federers und Davis-Cup-Kapitän der Schweiz, hat in einem Interview mit der Agentur Reuters über die Pläne seines Schützlings gesprochen.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 18.09.2019, 09:10 Uhr

Severin Lüthi hat ein offenes Ohr für Roger Federer
© Getty Images
Severin Lüthi hat ein offenes Ohr für Roger Federer

Als Roger Federer im vergangenen Jahr von einer US-amerikanischen Ausrüstermarke zu einer japanischen wechselte, da war für viele Beobachter klar, dass der Schweizer eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio fix auf seiner Liste hätte. Federer selbst nahm zu diesen Fragen schon bei den US Open Tempo aus der Diskussion, erklärte, er müsse sich erst einmal mit seinem Team über die Turnierplanung im kommenden Sommer unterhalten.

Ein wichtiger Bestandteil dieses Teams ist Severin Lüthi. Der langjährige Schweizer Davis-Cup-Kapitän begleitet Federer zu allen Turnieren auf der ATP-Tour, anders als Ivan Ljubicic, der sich zwischendurch auch anderen Dingen widmet. Am vergangenen Wochenende war Lüthi mit dem Schweizer Team in der Slowakei zu Gast, die dortige Niederlage bedeutet, dass sich die Eidgenossen nicht aus eigener Kraft für das Davis-Cup-Finalturnier 2020 qualifizieren können (die Möglichkeit einer Wildcard besteht immer noch - für die Premieren-Veranstaltung im November sind Großbritannien und Argentinien in den Genuss eines kostenlosen Zugangs gekommen).

Großer Respekt für Rafael Nadal

Hinsichtlich Olympia stößt Severin Lüthi ins selbe Horn wie sein Schützling. „Es ist möglich, aber kein Ziel von Roger“, erklärte Lüthi gegenüber der Agentur Reuters. „Er wird sich das offen halten. Ich weiß nicht, wie das mit den Wildcards funktioniert. Die hat man früher den kleineren Nationen gegeben, aber ich glaube, wenn Roger sagt, dass er spielen möchte …“

Priorität haben für den 38-jährigen Baselbieter aber die Grand-Slam-Turniere, mit dem Erfolg in New York ist Rafael Nadal bis auf einen Sieg an die 20 von Federer herangekommen. Was den Maestro nach Einschätzung von Severin Lüthi nicht weiter anficht. „Ich glaube nicht, dass sich Roger dadurch stressen lässt. Er konzentriert sich auf sich selbst. Er hat eine Menge Respekt für Rafa und weiß, was es braucht, um so viele Titel zu gewinnen.“

„Er wird nicht komplett am Boden zerstört sein, wenn Rafa die 20 erreicht“, so Severin Lüthi weiter. „Es ist gut für die Fans. Vor allem für jene, die dachten, es wäre alles vorbei, als Roger 16 oder 17 und Rafa 14 hatten.“

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Mittwoch
18.09.2019, 17:18 Uhr
zuletzt bearbeitet: 18.09.2019, 09:10 Uhr

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